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REMOTE BONDAGE veröffentlichen Debütalbum “GOOD GIRL” – Tour startet am 20.04.26

Darauf zerlegt das Berliner Quintett gesellschaftliche Normen und widmet sich mit Humor, Indie-Rock und Punk dem FLINTA-Empowerment.

Endlich ist es soweit: Mit GOOD GIRL haben REMOTE BONDAGE ihr lang erwartetes Debütalbum veröffentlicht – und liefern damit weit mehr als nur eine erste Platte. Es ist ein Manifest in Rosa, ein lauter, emotionaler Befreiungsschlag zwischen Pop, Indie-Rock und rotziger Punk-Attitüde.

Die fünf Wahl-Berliner:innen – drei Sängerinnen, eine Bassistin und ein Drummer – bündeln auf elf Tracks alles, was sich nicht länger unterdrücken lässt: funkelnde Wut, Verletzlichkeit, Ironie und ein ausgeprägtes Gespür für gesellschaftliche Spannungen. Produziert von Dennis Borger entsteht dabei ein Sound, der Opern- und Musical-Elemente ebenso selbstverständlich integriert wie Moshpit-taugliche Beats.

Ein Album, das Normen zerlegt

Schon der Opener “GOOD GIRL (go to hell)” macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: Weg mit internalisierten Rollenbildern, weg mit Erwartungen – das “brave Mädchen” wird symbolisch in die Hölle geschickt.

Doch REMOTE BONDAGE bleiben nicht bei der reinen Abrechnung. Sie sezieren auch den Alltag: In “ALLE LEBEN SCHNELLER” wird der kollektive Hustle hinterfragt, während die Band gleichzeitig charmant provokant fragt, ob der kapitalistische Wahnsinn wirklich wichtiger ist als ein Sieg bei Mario Kart.

Und dann, ganz ohne Zynismus, kommt sie doch durch – die ehrliche Zuneigung: „ich hab dich so lieb“ wirkt wie ein kurzer, aufrichtiger Gegenpol im Chaos.

Feminismus, Körper und kollektive Wut

Ein zentrales Element des Albums ist seine explizit feministische Perspektive. Mit “Ode an die Periode” widmet sich die Band einem Thema, das noch immer viel zu oft tabuisiert wird. Es folgt das Orgel-Interlude “Maria durch den Zyklus ging”, das Schmerz, Spiritualität und Körperlichkeit auf eigenwillige Weise miteinander verknüpft.

In “So kann’s nicht bleiben” richtet sich der Blick schließlich nach außen: gegen festgefahrene Diskurse in vermeintlich progressiven Räumen – und für echte Solidarität.

Zwischen Heartbreak und WG-Chaos

Auch persönliche Themen kommen nicht zu kurz. REMOTE BONDAGE erzählen vom sexuellen Erwachsenwerden (“FCK ALLES UND NICHTS”), vom ersten gebrochenen Herzen (“Nintendo DS </3”) und von der absurden Romantik des Zusammenlebens in WGs.

Im Feature “Madonna vs. Britney” mit NIKRA wird zudem die Frage aufgeworfen, ob es wirklich nur eine Ikone geben kann – oder ob Rebellion nicht gerade im Kollektiv entsteht.

Der Schlusspunkt des Albums ist fast schon utopisch: “als wäre es egal” entwirft eine Welt, in der Liebe frei von Bewertung existiert. Noch ist es Konjunktiv – aber einer, der sich ändern soll.

2026: Das Manifest geht auf Tour

Stillstand ist keine Option – und deshalb folgt direkt die nächste Eskalationsstufe: die “Good Girls Go To Hell”-Tour 2026. In elf Städten bringen REMOTE BONDAGE ihr Debüt auf die Bühne und versprechen Nächte voller Herzschmerz, Ekstase und Empowerment.

Fazit

GOOD GIRL ist kein Album, das gefallen will – es will etwas verändern. Zwischen Ironie und Ernst, Pop und Punk, Chaos und Klarheit entsteht ein Soundtrack für alle, die sich nicht länger anpassen wollen. Oder anders gesagt: Das ist kein Debüt. Das ist ein Auftakt.

REMOTE BONDAGE auf Tour
Tickets

20.04. Leipzig – Moritzbastei
21.04. Regensburg – Alte Mälzerei
22.04. Chemnitz – Weltecho
23.04. Bochum – Die Trompete
25.04. Koblenz – Circus Maximus
26.04. Köln – Helios 37
04.05. Hannover – Lux Club Linden
05.05. Hamburg – Betty
07.05. Nürnberg – Club Stereo
08.05. München – Milla
09.05. A-Wien – Chelsea

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