Die Brit Awards 2026 in der Co-op Live Arena in Manchester zeigten eine Leistungsschau der aktuellen britische Musikszene in ihrer beeindruckenden Spannbreite und herausragenden Live-Performances. Hier alle Gewinner m Überblick.
Die britische Popszene ist immer noch eine der kreativsten der Welt und bringt selbst in für Musiker schwierigen Zeiten immer wieder neue Stars hervor, die mit ganz eigenem Stil glänzen. Eröffnet wurde die Show von Harry Styles, der sich neuerdings auch als Tänzer in Szene setzt, was eher gemischte Reaktionen hervorrief.
Olivia Dean prägte den Abend mit Auszeichnungen als Artist of the Year und für das Album of the Year „The Art of Loving“. Gemeinsam mit Sam Fender (der in der Kategorie Rock/Alternative ausgezeichnet wurde) gewann sie zudem den Preis für den Song of the Year für „Rein Me In“.
Im Mittelpunkt stand jedoch die Bühne. Olivia Dean präsentierte ihre Songs mit einer eingespielten Band und klar gesetzten Arrangements. Soul, Jazz-Elemente und moderner Pop griffen ineinander, getragen von einer kontrollierten, fokussierten Gesangsleistung. Die Dramaturgie ihres Auftritts entwickelte sich aus den Songs selbst. Gerade in der Arena wirkte ihr Set strukturiert und musikalisch präzise gebaut, ohne die Intimität ihrer Stücke zu verlieren.
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Mark Ronson, Produzent von Größen wie Amy Winehouse, Lady Gaga, Bruno Mars und vielen anderen, erhielt den Preis für seine Outstanding Contribution to Music und brachte Dua Lipa und Ghostface Killah auf die Bühne. In einem Medley verband er Stationen seiner Produzentenlaufbahn, von Soul-Referenzen bis zu globalem Pop. Der Auftritt machte die Rolle von Produzenten im britischen Musiksystem sichtbar. Ronson führte durch das Set und strukturierte es wie eine Live-Retrospektive seiner Arbeiten.
Ein besonders emotionaler Moment war die Würdigung des kürzlich verstorbenen Metal-Legende Ozzy Osbourne, der posthum mit dem Lifetime Achievement Award geehrt wurde. Die Performance von „No More Tears“ von Robbie Williams erinnerte an die Bedeutung des “Prince of Darkness”.
Auch internationale Popkultur war präsent. Rosé nahm gemeinsam mit Bruno Mars den Preis für den International Song of the Year für „APT.“ entgegen, während die Spanierin Rosalía den Preis als beste internationale Künstlerin gewinnen konnte und ihren Song “Berghain” gemeinsam mit Björk live aufführte.
Die Brit Awards 2026 zeigten eine beeindruckend vielfältige Musiklandschaft, die international immer noch Maßstäbe setzt. Die Popkultur ist so tief in die DNA des Landes eingegraben, dass sie immer noch reihenweise neue Stars hervorbringt.
Die gesamte Preisverleihung im Stream:
Brit Awards 2026: Alle Gewinner
Artist of the Year: Olivia Dean
Group of the Year: Wolf Alice
Album of the Year: Olivia Dean – The Art of Loving
Breakthrough Artist: Lola Young
International Artist: Rosalía
International Group: Geese
Song of the Year: Sam Fender with Olivia Dean – Rein Me In
International Song of the Year: Rosé and Bruno Mars – APT.
Alternative/Rock Act: Sam Fender
Pop Act: Olivia Dean
Hip-Hop/Grime/Rap Act: Dave
R&B Act: Sault
Dance Act: Fred Again, Skepta, PlaqueBoyMax
Critics’ Choice: Jacob Alon
Producer of the Year: PinkPantheress
Songwriter of the Year: Noel Gallagher
Outstanding Contribution to Music: Mark Ronson
Lifetime Achievement: Ozzy Osbourne