„La La La“: Die zehn besten Songs von Kylie Minogue

Vom Soap-Star zur Pop-Ikone

Im April 2018 erscheint das neue Album von Kylie Minogue, die mittlerweile auf eine über 30-jährige Karriere zurückblicken kann: Zeit, sich ihrer schönsten Lieder zu widmen.

Mit Dauerwelle, Latzhose und Schraubenschlüssel wurde Kylie Minogue als Tomboy Charlene durch die Seifenopfer “Neighbours” berühmt. Die Serie war ein Sprungbrett für so einige heute anerkannte Schauspieler wie Russell Crowe, Margot Robbie oder Guy Pearce. Trotz ein paar weiterer eher bedenklicher Ausflüge in die Kinowelt – man denke nur an die “Street Fighter”-Verfilmung – wurde Kylie Minogue in einem anderen Bereich zum Superstar: Popmusik. Bevor sie zur Ikone der Indie- wie Gay-Szene wurde, stand ihre Musik noch ganz im Zeichen der Soap-Welt. Mainstream-Megahits wie “I Should Be So Lucky” oder “The Loco-Motion” machten sie zum Weltstar, von Kritikern bekam sie allerdings den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Singing Budgie“(„singender Wellensittich“) verpasst.

Es ist ja auch nicht die Stimme, die Kylie Minogue auszeichnet, so wie das auch bei Madonna nicht der Fall ist: Angelehnt an Marlyn Monroes Aussage in „Manche mögen’s heiß“: „Ich habe keine tolle Singstimme, aber das ist ja auch keine tolle Band“, suchte sich Minogue wie Madonna stets die richtige Band bzw. die richtigen Produzenten zum Zeitgeist. Einige Imagewechsel taten ihr Übriges und das Publikum änderte sich von Teenies zu Club-Gänger. Für Kylie schrieben fortan Pet Shop Boys, Manic Street Preachers, Nick Cave, Emiliana Torrini oder Giorgio Moroder Songs. So ist Kylie längst eine Marke geworden, über die nicht nur große Musikzeitschriften, sondern auch die Boulevard-Presse bis hin zu Indie-Blogs schreiben.

Hier kommen die (subjektiv) zehn besten Songs von La Minogue:

10. I SHOULD BE SO LUCKY

Unvermeidlich trotz hartnäckigem Refrain und latentem Nervfaktor: Dass Minogue aber mit dem Ohrwurm ihre Karriere startete, liegt auch an ihrer entwaffnender Fröhlichkeit im Clip.

9. COME INTO MY WORLD

Das Video mit den Kylie-Klons stammt von Michel Gondry, der mit Clips für Björk oder Foo Fighters berühmt wurde und sich als Regisseur mit Filme wie „Science Of Sleep“ einen Namen als abgedrehter Künstler machte. Zu dem Lied gibt es übrigens einen fantastischen Remix von Fischerspooner.

8. YOUR DISCO NEEDS YOU (GERMAN VERSION)

Auch wenn das Lied so klingt, als hätten die Pet Shop Boys es als Fortsetzung von „Go West“ geschrieben: Dahinter steckt Robbie Williams Hauskomponist Guy Chambers und der Ex-Take-That-Star sowie Minogue selbst. Charmant sind die darin deutsch gesungenen Zeilen „Du bist niemals allein – Deine Disco braucht Dich“.

7. ESPECIALLY FOR YOU (WITH KERMIT)

1988 sang sie dieses schmalzige Duett noch mit „Neighbours“-Kollege Jason Donovan, 2001 hatte sie einen weitaus cooleren Partner und bewies mit ihrem Duett mit „Muppets“-Star Kermit viel Selbstironie.

6. ON A NIGHT LIKE THIS

Perfekter ESC-Gewinnersong in einer Parallelwelt, das Video ist eine Hommage an Martin Scorseses Kinohit „Casino“: Während Kylie den gelangweilten Part von Sharon Stone gibt, spielt Bösewicht Rutger Hauer ihren Liebhaber.

5. CONFIDE IN ME

Die Dekonstruktion der Minogue: Die Single samt Album erschien passenderweise auf dem Label „Deconstruction Records“. Indie-Kylie war geboren und das Lied hypnotisiert mit Trip-Hop-Elementen und orientalisch klingenden Percussions. Im Text singt Kylie über ihre Art Menschen zu manipulieren, ihr zu vertrauen und der Text offenbart damit, dass sie mittlerweile beides gut spielen kann: Sowohl die Puppenspielerin als auch die Puppe.

4. SLOW

Im Liegen zu tanzen, eine solche Choreographie kann wohl nur Kylie elegant erledigen: Das sonnentrunkene Video zu dem somnambulen „Slow“ ist eines der ikonischten und das Synthie-Pop-Lied mit Electroclash-Anleihen in seinem Minimalismus ein weiterer Meilenstein in Minogues Repertoire.

2. WHERE THE WILD ROSES GROW (WITH NICK CAVE)

Im schönsten „Beauty and the Beast“-Muster überraschte Minogue 1995 mit diesem morbiden Duett mit Nick Cave, der den Song extra für sie schrieb. Es handelt allgemein vom Vergehen der Schönheit, im Video treibt Minogue tot im Wasser und erinnert dabei doch an unsterbliche Schönheiten wie „Ophelia“ im berühmten Gemälde von John Everett Millais.

1. CAN’T GET YOU OUT OF MY HEAD

Unvergessen Kylie Minogues Auftritt bei den Brit Awards 2002 als sie diesen Song in einer fulminanten Bastard-Pop-Version zu New Orders „Blue Monday“ präsentierte. Das Lied verspricht es bereits im Titel und ist ein hartnäckiger Ohrwurm, der beweist, dass Klasse und Kommerz durchaus einhergehen können.

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