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Oscars 2026: Die Gewinner im Überblick

Die 98. Oscarverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles hat einen klaren Sieger hervorgebracht. Paul Thomas Andersons Film „One Battle After Another“ wurde als bester Film ausgezeichnet und setzte sich in insgesamt sechs Kategorien durch.

In diesem Jahr sorgte vor allem das Duell zwischen Andersons Ensemblefilm und Ryan Cooglers Horrorproduktion „Blood & Sinners“ für Spannung. Letzterer war mit 16 Nominierungen als klarer Favorit ins Rennen gegangen und hatte damit sogar einen neuen Nominierungsrekord aufgestellt.

Am Ende konnte „Blood & Sinners“ mehrere technische und musikalische Kategorien für sich entscheiden, blieb aber hinter den Erwartungen zurück, während „One Battle After Another“ die wichtigsten Auszeichnungen gewann.

Insgesamt dominierte der Film mehrere zentrale Kategorien und gewann neben dem Hauptpreis auch Oscars für Regie, adaptiertes Drehbuch, Schnitt und Casting.

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Paul Thomas Anderson wurde für seine Arbeit an „One Battle After Another“ als bester Regisseur ausgezeichnet, Sean Penn gewann als bester Nebendarsteller bereits seine dritten Academy Award. Der Film erhielt außerdem den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch sowie für den besten Schnitt. Auch der neu eingeführte Oscar für das beste Casting ging an die Produktion.

Michael B. Jordan gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Blood & Sinners“. Damit setzte er sich gegen starke Konkurrenz durch, darunter Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“) und Timothée Chalamet („Marty Supreme“).

Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an erwartungsgemäß an Jessie Buckley für ihre Rolle im Shakespeare-Drama „Hamnet“. Buckley spielte darin eine zentrale Figur in Chloé Zhaos Interpretation der Geschichte um William Shakespeare und dessen Familie.

In der Kategorie beste Nebendarstellerin gewann Amy Madigan für ihre Rolle im Thriller „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“.

Das beste Originaldrehbuch ging an Ryan Coogler für „Blood & Sinners“. Das beste adaptierte Drehbuch gewann Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“.

Die Gala, moderiert von Conan O’Brien, ehrte die aus Sicht der Academy besten Filme des Kinojahres 2025. Die Preisverleihung markiert traditionell den Höhepunkt der internationalen Filmpreissaison.

Neben den großen Kategorien wurden zahlreiche Preise für technische und künstlerische Leistungen vergeben. Besonders erfolgreich war Guillermo del Toros Klassiker-Verfilmung „Frankenstein“, der Oscars für Szenenbild, Kostümdesign sowie Make-up und Hairstyling gewann.

Der Animations-Oscar ging an „KPop Demon Hunters“, der sich gegen Produktionen wie „Elio“ oder „Zoomania 2“ durchsetzte. Auch in der Kategorie bester Filmsong war der Film erfolgreich: Der Song „Golden“ erhielt die Auszeichnung.

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In der Kategorie Filmmusik gewann Ludwig Göransson für seine Komposition zu „Blood & Sinners“. Der Film wurde außerdem für seine Kameraarbeit ausgezeichnet.

Der Preis für den besten internationalen Film ging an „Sentimental Value“ aus Norwegen von Regisseur Joachim Trier. Damit setzte sich die Produktion gegen Beiträge aus Brasilien, Frankreich, Tunesien und Spanien durch.

Umstritten war der Gewinner für den besten Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“, der das Leben in Putins Diktatur und das laute Schweigen der Russen zeigt, während der ukrainische Film “2000 Meters to Andriivka” über ukrainische Soldaten an der Front nicht einmal nominiert wurde.

In den Kurzfilmkategorien kam es zu einer seltenen Entscheidung: In der Kategorie bester Kurzfilm gab es einen Gleichstand. Sowohl „The Singers“ als auch „Two People Exchanging Saliva“ wurden ausgezeichnet.

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Die Academy-Mitglieder mussten dieses Jahr erstmals nachweisen, dass sie alle nominierten Filme einer Kategorie gesehen haben, bevor sie über die Gewinner abstimmen durften. Die Regel soll langfristig zu transparenteren und fundierteren Entscheidungen beitragen.

Die Gewinner der Oscars 2026

Bester Film

  • Blood & Sinners
  • Bugonia
  • F1: Der Film
  • Frankenstein
  • Hamnet
  • Marty Supreme
  • One Battle After Another (Gewinner)
  • The Secret Agent
  • Sentimental Value
  • Train Dreams

Beste Regie

  • Chloé Zhao – Hamnet
  • Josh Safdie – Marty Supreme
  • Joachim Trier – Sentimental Value
  • Paul Thomas Anderson – One Battle After Another (Gewinner)
  • Ryan Coogler – Blood & Sinners

Beste Hauptdarstellerin

  • Jessie Buckley – Hamnet (Gewinnerin)
  • Rose Byrne – If I Had Legs I’d Kick You
  • Kate Hudson – Song Sung Blue
  • Renate Reinsve – Sentimental Value
  • Emma Stone – Bugonia

Bester Hauptdarsteller

  • Timothée Chalamet – Marty Supreme
  • Leonardo DiCaprio – One Battle After Another
  • Ethan Hawke – Blue Moon
  • Michael B. Jordan – Blood & Sinners (Gewinner)
  • Wagner Moura – The Secret Agent

Beste Nebendarstellerin

  • Elle Fanning – Sentimental Value
  • Inga Ibsdotter Lilleaas – Sentimental Value
  • Amy Madigan – Weapons – Die Stunde des Verschwindens (Gewinnerin)
  • Wunmi Mosaku – Blood & Sinners
  • Teyana Taylor – One Battle After Another

Bester Nebendarsteller

  • Benicio del Toro – One Battle After Another
  • Jacob Elordi – Frankenstein
  • Delroy Lindo – Blood & Sinners
  • Sean Penn – One Battle After Another (Gewinner)
  • Stellan Skarsgård – Sentimental Value

Bestes Originaldrehbuch

  • Robert Kaplow – Blue Moon
  • Jafar Panahi – Ein einfacher Unfall
  • Josh Safdie & Ronald Bronstein – Marty Supreme
  • Joachim Trier & Eskil Vogt – Sentimental Value
  • Ryan Coogler – Blood & Sinners (Gewinner)

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Will Tracy – Bugonia
  • Guillermo del Toro – Frankenstein
  • Chloé Zhao – Hamnet
  • Paul Thomas Anderson – One Battle After Another (Gewinner)
  • Clint Bentley & Greg Kwedar – Train Dreams

Bester Animationsfilm

  • Arco
  • Elio
  • KPop Demon Hunters (Gewinner)
  • Little Amélie or the Character of Rain
  • Zoomania 2

Bester internationaler Film

  • Sentimental Value (Norwegen) (Gewinner)
  • The Secret Agent (Brasilien)
  • Ein einfacher Unfall (Frankreich)
  • Die Stimme von Hind Rajab (Tunesien)
  • Sirat (Spanien)

Beste Filmmusik

  • Jerskin Fendrix – Bugonia
  • Alexandre Desplat – Frankenstein
  • Max Richter – Hamnet
  • Jonny Greenwood – One Battle After Another
  • Ludwig Göransson – Blood & Sinners (Gewinner)

Bester Filmsong

  • Diane Warren: Relentless – „Dear Me“
  • KPop Demon Hunters – „Golden“ (Gewinner)
  • Blood & Sinners – „I Lied to You“
  • Viva Verdi – „Sweet Dreams of Joy“
  • Train Dreams – „Train Dreams“

Beste Kamera

  • Blood & Sinners (Gewinner)
  • Frankenstein
  • Marty Supreme
  • One Battle After Another
  • Train Dreams

Bester Schnitt

  • F1: Der Film
  • Marty Supreme
  • One Battle After Another (Gewinner)
  • Sentimental Value
  • Blood & Sinners

Bestes Kostümdesign

  • Avatar 3: Fire and Ash
  • Frankenstein (Gewinner)
  • Hamnet
  • Marty Supreme
  • Blood & Sinners

Bestes Make-up & Hairstyling

  • Frankenstein (Gewinner)
  • Kokuhô
  • Blood & Sinners
  • The Smashing Machine
  • The Ugly Stepsister

Bestes Szenenbild

  • Frankenstein (Gewinner)
  • Hamnet
  • Marty Supreme
  • One Battle After Another
  • Blood & Sinners

Bester Ton

  • F1: Der Film (Gewinner)
  • Frankenstein
  • One Battle After Another
  • Blood & Sinners
  • Sirat

Beste visuelle Effekte

  • Avatar 3: Fire and Ash (Gewinner)
  • F1: Der Film
  • Jurassic World 4: Die Wiedergeburt
  • The Lost Bus
  • Blood & Sinners

Bestes Casting (neue Kategorie)

  • Hamnet
  • Marty Supreme
  • One Battle After Another (Gewinner)
  • The Secret Agent
  • Blood & Sinners

Bester Dokumentarfilm

  • The Alabama Solution
  • Come See Me in the Good Light
  • Cutting Through Rocks
  • Ein Nobody gegen Putin (Gewinner)
  • The Perfect Neighbor

Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • All die leeren Zimmer (Gewinner)
  • Armed Only with a Camera: The Life and Death of Brent Renaud
  • Children No More: Were and are Gone
  • The Devil Is Busy
  • Perfectly a Strangeness

Bester Kurzfilm

  • Butcher’s Stain
  • A Friend of Dorothy
  • Jane Austen’s Period Drama
  • The Singers (Gewinner – Gleichstand)
  • Two People Exchanging Saliva (Gewinner – Gleichstand)

Bester animierter Kurzfilm

  • Schmetterling
  • Forevergreen
  • Das Mädchen, das Perlen weinte (Gewinner)
  • Retirement Plan
  • The Three Sisters**