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Mwita Mataro erzählt in „Magdalena“ von Liebe, Sehnsucht und Wiener Kaffeehausromantik

Mwita Mataro by_Atila_Vadoc

Ohrwurm mit Austro-Charme! Ein walzernder Groove ein Refrain, der sich schon nach dem ersten Durchlauf festsetzt.

Mit „Magdalena“ schlägt Mwita nach seinen zuletzt gesellschaftspolitisch geprägten Veröffentlichungen ein persönlicheres Kapitel auf. Statt Fragen von Herkunft, Nationalität, politischem Diskurs oder mentaler Gesundheit steht diesmal die Liebe im Mittelpunkt.

Im Zentrum des Songs steht eine unerwiderte Schwärmerei. Der Erzähler versucht die Aufmerksamkeit von Magdalena zu gewinnen, scheitert jedoch an einer einfachen Regel. Beide arbeiten im legendären Wiener Kaffeehaus Alt Wien, und für Magdalena gilt ein klarer Grundsatz: Beziehungen am Arbeitsplatz kommen nicht infrage.

Der Protagonist zieht Konsequenzen und verlässt seinen Job. Selbst ein Wechsel in ein anderes traditionsreiches Wiener Café bringt ihn seinem Ziel nicht näher. Was bleibt, ist die Sehnsucht, die sich im Refrain entlädt. Immer wieder wird Magdalenas Name in die Länge gezogen und erhält dadurch zusätzliches Gewicht. Bei Konzerten entwickelt sich dieser Moment regelmäßig zu einem gemeinsamen Ritual zwischen Bühne und Publikum. Aus einzelnen Stimmen wird ein Chor, der den Ruf nach Magdalena verstärkt.

Ob dieser Einsatz schließlich Erfolg hat, bleibt offen. Erst zurück im Alt Wien trifft der Erzähler wieder auf seine Angebetete. Die Wiederbegegnung bildet den emotionalen Höhepunkt des Songs. Was danach geschieht, lässt der Text bewusst unbeantwortet. Ob die beiden zueinanderfinden oder weiterhin nur Kollegen bleiben, bleibt der Fantasie der Hörerinnen und Hörer überlassen.

Musikalisch setzt Mwita dabei auf seinen Dialekt, der der Geschichte zusätzliche Nähe verleiht. Auch wenn sein ursprünglicher Salzburger Sprachklang mittlerweile deutliche Wiener Einflüsse aufgenommen hat, passt das zur übergeordneten Perspektive seiner Musik. Immer wieder beschäftigt er sich mit Österreich in seiner Gesamtheit, mit seinen schönen und weniger schönen Seiten, mit Alltagsgeschichten und gesellschaftlichen Beobachtungen.

Diese Themen finden sich auch auf seinem Debütalbum „Austrodrama“, das im Herbst erscheinen soll. „Magdalena“ zeigt dabei eine andere Facette des Künstlers und erzählt eine Geschichte, die irgendwo zwischen Wiener Kaffeehauskultur, romantischer Hoffnung und hartnäckiger Verliebtheit angesiedelt ist.

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