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Qobuz wächst schneller als der Streamingmarkt –

Der französische Streamingdienst Qobuz hat seine Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht und meldet ein Umsatzwachstum von 45,7 Prozent. Damit entwickelt sich das Unternehmen deutlich dynamischer als der weltweite Markt für kostenpflichtiges Musikstreaming.

Deutschland spielt für den Anbieter eine wichtige Rolle. Mit einem Umsatzwachstum von 34,4 Prozent ist der hiesige Markt nach den USA und Frankreich inzwischen der drittgrößte für Qobuz und trägt elf Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das Unternehmen ist mittlerweile in 26 Ländern aktiv und hat sein Angebot zuletzt auch auf Japan ausgeweitet.

Qobuz wurde 2007 in Frankreich gegründet und positioniert sich bewusst als Alternative zu den großen Streamingplattformen und ist seit 2024 auch Partner von Tonspion. Statt eines kostenlosen, werbefinanzierten Angebots setzt der Dienst ausschließlich auf kostenpflichtige Abonnements. Zum Konzept gehören verlustfreies Audio in CD und Hi-Res-Qualität, der Kauf von Musikdownloads sowie redaktionell kuratierte Inhalte. Nach Angaben des Unternehmens werden sämtliche Playlists und Empfehlungen von einer Musikredaktion erstellt und nicht automatisch generiert.

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Auch wirtschaftlich sieht sich Qobuz auf Kurs. Das Unternehmen meldet einen positiven Cashflow, keine Finanzschulden sowie einen erreichten EBITDA Break-even nach IFRS. Ein positiver Jahresüberschuss wird für das Geschäftsjahr 2026 erwartet, dessen Abschluss im März 2027 erfolgt. Der durchschnittliche Jahresumsatz pro Nutzer liegt laut Qobuz bei 120,30 Euro und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt von 18,35 Euro. Das führt das Unternehmen auf sein reines Bezahlmodell ohne kostenlose Konten zurück.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Vergütung von Rechteinhabern. Qobuz verweist darauf, als erste Streamingplattform ihre durchschnittliche Ausschüttung pro Stream veröffentlicht zu haben. Für das Geschäftsjahr 2024 lag diese nach Unternehmensangaben bei durchschnittlich 0,01802 Euro pro Stream. Die tatsächlichen Auszahlungen an Künstlerinnen und Künstler erfolgen allerdings wie bei anderen Streamingdiensten über Labels und Verlage und richten sich nach den jeweiligen Vertragsbedingungen.

Darüber hinaus setzt Qobuz auf eine restriktive Haltung gegenüber KI-generierter Musik. Das Unternehmen hat Anfang 2026 eigene Leitlinien veröffentlicht. Redaktionelle Empfehlungen sollen ausschließlich von Menschen erstellt werden, algorithmische Vorschläge auf kuratierten Datensätzen basieren und KI-generierte Inhalte nach Möglichkeit erkannt und bei Verstößen gegen die Richtlinien von der Plattform entfernt werden.

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Mit den aktuellen Geschäftszahlen will Qobuz zeigen, dass sich auch ein unabhängiger Anbieter mit einer klaren Ausrichtung auf Klangqualität, redaktionelle Auswahl und ein ausschließlich kostenpflichtiges Modell im internationalen Streamingmarkt behaupten kann.

Was ist Qobuz?

Qobuz gehört zu den ältesten spezialisierten Musikstreamingdiensten Europas. Das Unternehmen wurde 2007 in Frankreich gegründet und richtet sich vor allem an Musikfans, die Wert auf hohe Klangqualität legen. Im Gegensatz zu Spotify, Apple Music oder Amazon Music bietet Qobuz kein kostenloses, werbefinanziertes Modell an, sondern setzt ausschließlich auf kostenpflichtige Abonnements.

Eine Besonderheit ist die Kombination aus Streaming und Download-Shop. Nutzer können Alben und einzelne Titel nicht nur streamen, sondern auch dauerhaft in CD oder Hi-Res-Qualität erwerben. Darüber hinaus setzt Qobuz auf eine von einer Redaktion kuratierte Auswahl an Playlists, Albumempfehlungen und Hintergrundartikeln. Damit unterscheidet sich der Dienst bewusst von Plattformen, die ihre Empfehlungen vor allem auf algorithmische Auswertung des Hörverhaltens stützen.

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Mit seinem Fokus auf verlustfreie Audioqualität und einem Katalog in Hi-Res-Auflösung hat sich Qobuz insbesondere in der HiFi- und Audiophilen-Szene einen Namen gemacht. Der Dienst ist inzwischen in 26 Ländern verfügbar und zählt Deutschland zu seinen wichtigsten Märkten.

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