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The Runner: Adrenalingeladener Wettlauf gegen die Zeit jetzt auf Prime  

Atemlose Thriller-Unterhaltung: Im neuen Prime-Original, ab dem 2. September verfügbar, rennt eine Mutter um das Leben ihres Sohnes.

Maia Marten (Gal Gadot) hat eine Top-Karriere als Anwältin, eine Lauf-Ausrüstung ersten Ranges, und sie kann sich sogar eine Londoner Miete leisten. Doch als während ihrer morgendlichen Joggingrunde eine unbekannte Nummer auf ihrem Handy aufleuchtet, gerät ihr erfolgreiches Leben jäh aus den Fugen: Ihr kleiner Sohn Noah wurde entführt.

Um ihn zu retten, muss sie rennen wie noch nie zuvor. Denn gehorcht sie nicht sämtlichen Anweisungen der Stimme in ihren Kopfhörern, ist Noah tot.

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Aber Maia ist nicht nur mit olympiawürdigen Beinmuskeln und der vor nichts Halt machenden Liebe einer Mutter bewaffnet, sondern auch mit einem messerscharfen Verstand. Der eigentliche Wettlauf findet zwischen ihren kleinen grauen Zellen und denen des Kidnappers statt – der allerdings so gründlich die Oberhand zu haben scheint, dass man sich kaum vorzustellen vermag, wie die tödlich gestresste Juristin ihn jemals überlisten könnte.

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Gelassen zwischen ominös flimmernden Bildschirmen thronend zeigt der Entführer (in dessen Rolle Damian Lewis sich diabolisch amüsiert) keine Gnade: Maia darf weder mit Freunden noch mit Fremden sprechen, sie hat keine Sekunde stehenzubleiben und ihr bleibt nur eine einzige Stunde, um den Hauptzeugen in ihrem aktuellen Mordfall zu erschießen, bevor er vor Gericht seine entscheidende Aussage machen kann.

Quelle: filmstarts.de. Copyright Amazon MGM Studios

Jede Entscheidung hat ihren Preis, jeder Schritt wird überwacht, jede Sekunde zählt. Der erbarmungslose Countdown tickt auf Maias eigener Smartwatch, denn es gibt so ziemlich nichts, was der Entführer nicht gehackt hat.

Vor nicht allzu vielen Jahren hätte man „The Runner“ noch als Techno-Dystopie klassifizieren können. Beunruhigenderweise steht ein Szenario, in dem ein Fremder die Kontrolle über die moderne Leben strukturierenden digitalen Dienste und Speicher an sich reißt, natürlich mit beiden beturnschuhten Füßen fest in der Gegenwart.

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Während er Maia durch Londons Parks, Fußgängerzonen und U-Bahn-Schächte hetzt, klickt er sich durch ihre privatesten Fotos, kapert ihren Handybildschirm und tätigt mit einer KI-Simulation ihrer eigenen Stimme Anrufe. Wirklich verantwortungslos, dass eine solche Technologie der Öffentlichkeit einfach zur Verfügung gestellt wird, kommentiert er kopfschüttelnd. Man gibt dem Bad Guy ja ungern Recht…  

Besagte Öffentlichkeit erscheint im Film als anonyme Großstadtmasse, hart arbeitend an ihrem Ruf, an allem unter der Kategorie eines direkten Meteoriteneinschlags kommentarlos vorbeizuhetzen. Allein in der handyhypnotisierten Menge ringt Maia unaufhörlich mit der Frage, wie weit sie gehen kann – muss –, um sich und ihren Sohn aus dem digitalen Netz des Entführers zu winden.

Das Motiv der Elternliebe mit ihrem unzerbrechlichen Beschützerinstinkt, das die Protagonistin zu Extremen treibt, hat sich schon in so manchem Thriller bewährt; man denke nur an Halle Berry in „Kidnap“, Hugh Jackman in „Prisoners“ oder Liam Neeson in „96 Hours – Taken“.

Regisseur Kevin Macdonald, bekannt unter anderem für seine Stephen-King-Verfilmung „11.22.63 – Der Anschlag“, inszeniert dieses Motiv nach einem Drehbuch von Mark Gibson als nervenaufreibenden Sprint, der die Spannung und den Puls durchweg hochhält. Mit jedem Haken, den der Plot schlägt, zweifelt man mehr, ob das in der verbleibenden Laufzeit noch gut ausgehen kann.

Für alle, die sich schon immer gefragt haben, ob die Joggerinnen, die einen auf dem Gehweg überholen, eigentlich einen dramatischen Grund für ihre Eile haben, bietet „The Runner“ packende Unterhaltung. Und jene, die Rennen für gewöhnlich wenig fesselnd finden, sollten sich auch nicht langweilen.