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Steven Spielberg glaubt an UFOs: „Ich bin ziemlich überzeugt, dass das wirklich passiert“

Mit seinem neuen Science-Fiction-Film Disclosure Day kehrt Steven Spielberg erstmals seit Ready Player One aus dem Jahr 2018 wieder zum Genre zurück, das seine Karriere maßgeblich geprägt hat.

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Der Film, geschrieben von Jurassic Park-Autor David Koepp, beschäftigt sich mit einer Welt am Rande eines globalen Konflikts, nachdem eine brisante Enthüllung die Menschheit erschüttert. Passend zum Thema äußerte sich Spielberg nun auch persönlich zur anhaltenden Debatte um UFOs.

Im Gespräch mit Collider erklärte der Regisseur, dass er zwar keinen Zugang zu geheimen Regierungsinformationen habe, sich aber intensiv mit öffentlich zugänglichen Quellen beschäftigt habe. Dazu zählen Dokumentationen, Aussagen vor dem US-Kongress sowie Berichte von Whistleblowern.

„Ich weiß nicht mehr oder weniger als jeder andere, der sich mit dem UFO-Phänomen beschäftigt hat. Auf Grundlage der Indizien seit 2017 bin ich ziemlich überzeugt, dass das wirklich passiert.“ (Steven Spielberg)

Die Aussage überrascht nicht. Spielberg hat sich bereits mehrfach mit außerirdischem Leben beschäftigt, etwa in Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) oder Krieg der Welten (2005). Mit Disclosure Day greift er das Thema nun erneut auf, diesmal vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und einer möglichen Offenlegung bislang verborgener Informationen.

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Neben den Inhalten des Films sprach Spielberg auch über seine berühmten Plansequenzen. Eine vierminütige Szene in einer Nachrichtenzentrale gilt laut frühen Berichten als die bislang längste ungeschnittene Einstellung seiner Karriere. Für den Regisseur steht dabei jedoch nicht die technische Herausforderung im Vordergrund.

„Ich drehe solche Einstellungen nicht, um Rekorde aufzustellen“, erklärte Spielberg. Vielmehr ermögliche eine lange Kamerafahrt dem Publikum, selbst zu entscheiden, worauf der Blick gerichtet wird. „Das Publikum erschafft die Nahaufnahme selbst. Es entscheidet, wo geschnitten werden würde. So ähnlich wie im Theater.“

Disclosure Day mit Emily Blunt und Josh O’Connor (Foto: Universal Pictures)

Emily Blunt, die eine der Hauptrollen in Disclosure Day übernimmt, schilderte die aufwendige Vorbereitung der Szene. Ursprünglich sei sie gar nicht als One-Take geplant gewesen. Durch die verfügbare Zeit am Set konnten Regie, Schauspieler und Kamerateam die Sequenz jedoch ausführlich proben und choreografieren.

Besonders lobte Blunt den Steadicam-Operator Buzz Moyer, der die komplexe Kameraführung übernahm. Die Schauspielerin beschreibt die Szene als körperlich fordernd: Gegen Ende habe sie regelrecht Herzklopfen gehabt, während ihre Figur vor laufender Kamera einen Wetterbericht präsentieren musste.

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Auch abseits von Disclosure Day gab Spielberg einige persönliche Einblicke. Auf die Frage nach seinem Lieblingsfilm von Christopher Nolan nannte er ohne Zögern Memento. Der Thriller von 2000 werde für ihn „für immer“ Nolans bester Film bleiben. Emily Blunt entschied sich dagegen für The Dark Knight.

Als Lieblingsfilm von Stanley Kubrick wählte Spielberg erwartungsgemäß 2001: Odyssee im Weltraum. Die Verbindung zwischen beiden Regisseuren reicht weit zurück: Nach Kubricks Tod übernahm Spielberg Anfang der 2000er Jahre die Regie von A.I. – Künstliche Intelligenz, einem Projekt, das ursprünglich von Kubrick entwickelt worden war.

Disclosure Day: Die Handlung

Im Zentrum von Disclosure Day steht die Fernsehmeteorologin Margaret Fairchild (Emily Blunt), deren Leben eine unerwartete Wendung nimmt, nachdem sie eine rätselhafte Begegnung mit einem Rotkardinal erlebt. Kurz darauf entwickelt sie ungewöhnliche mentale Fähigkeiten und beginnt, in einer unbekannten Sprache zu sprechen.

Gleichzeitig stößt der Cybersicherheitsexperte Daniel Kellner (Josh O’Connor) auf geheime Dokumente, die angebliche Kontakte zwischen Menschen und außerirdischen Besuchern dokumentieren und bis zum Roswell-Zwischenfall zurückreichen.

Während die Welt zunehmend auf einen globalen Konflikt zusteuert, geraten Margaret und Daniel ins Visier der mächtigen Wardex Corporation, die seit Jahrzehnten Informationen über außerirdisches Leben unter Verschluss halten soll. Gemeinsam decken sie eine weitreichende Verschwörung auf, die Regierungen, Geheimdienste und die Zukunft der Menschheit betrifft.

Spielberg verbindet dabei Science-Fiction, Politthriller und Mystery-Elemente zu einer Geschichte über Wahrheit, Manipulation und die Frage, wie die Menschheit auf die Offenlegung einer möglicherweise alles verändernden Realität reagieren würde.

Was sagen die Kritiken über Disclosure Day?

Viele Rezensenten heben hervor, dass Disclosure Day weit mehr als ein klassischer Alien-Thriller sei. Im Mittelpunkt stünden Themen wie Empathie, Wahrheit, Vertrauen und die Frage, wie Menschen auf unbekannte Erkenntnisse reagieren. Gelobt werden außerdem Spielbergs Fähigkeit, große Blockbuster-Unterhaltung mit persönlichen und philosophischen Fragen zu verbinden.

Weniger begeistert zeigen sich einige Kritiker über das Finale. Einige Rezensionen bemängeln, dass die zahlreichen Ideen nicht vollständig ausgearbeitet werden. Vor allem Vergleiche mit Unheimliche Begegnung der dritten Art werden häufig gezogen.

Disclosure Day läuft ab sofort in den Kinos.