Zehn Jahre nach dem vielfach ausgezeichneten „24K Magic“ meldet sich Bruno Mars mit einem neuen Soloalbum zurück. Wie der US-amerikanische Musiker am Montag bekannt gab, erscheint „The Romantic“ am 27. Februar 2026.
Nach Jahren voller Kollaborationen und Ausflügen in andere Projekte markiert „The Romantic“ die Rückkehr zu Mars’ Solokarriere. Die Ankündigung kommt nach langer Wartezeit: Sein letztes Soloalbum veröffentlichte Mars im Jahr 2016. Damals verknüpfte er auf „24K Magic“ Funk, Soul und R&B mit großem Showtalent und lieferte eine pointierte, tanzbare Hommage an den Sound der 80er und 90er. Das Album wurde mit insgesamt sieben Grammys ausgezeichnet, darunter für „Album of the Year“ und „Record of the Year“.

Zwischenzeitlich hatte Mars zusammen mit Anderson .Paak als Silk Sonic für Aufsehen gesorgt. Ihr gemeinsames Album „An Evening With Silk Sonic“ erschien 2021 und wurde ebenfalls mehrfach ausgezeichnet. Nebenbei arbeitete Mars auch mit Künstlerinnen wie Lady Gaga und BLACKPINKs Rosé zusammen und zeigte sich dabei offen für stilistische Experimente jenseits seines ursprünglichen Klangkosmos.
Ein neues Kapitel
Mit „The Romantic“ kündigt Bruno Mars nun ein Werk an, das in vielerlei Hinsicht als Neuanfang gelesen werden kann. Das Cover des Albums zeigt eine schwarz-weiße Illustration seines Gesichts, reduziert und fast nostalgisch – ein visuelles Statement, das womöglich auch auf den musikalischen Ton des Albums hinweist. Offizielle Details zum Sound oder den beteiligten Produzenten gibt es bisher nicht, doch der Titel lässt zumindest vermuten, dass es emotionaler und persönlicher zugehen könnte als auf früheren Veröffentlichungen.
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Mars selbst spricht bislang nur davon, dass das Album „fertig“ sei. Die erste Single am Freitag dürfte einen ersten Hinweis darauf geben, wohin die Reise geht.
Bruno Mars Biografie
Bruno Mars zählt zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Popkünstlern des 21. Jahrhunderts. Mit seiner Mischung aus Retro-Soul, Funk, R&B und Pop hat er seit den frühen 2010er-Jahren ein breites Publikum begeistert.
Geboren als Peter Gene Hernandez am 8. Oktober 1985 in Honolulu, Hawaii, stammt er aus einer musikalischen Familie: Der Vater war Percussionist, die Mutter Sängerin. Schon früh trat er als Elvis-Imitator auf und entwickelte ein starkes Gespür für Performance und Bühne. Nach seinem Umzug nach Los Angeles begann Mars zunächst als Songwriter und Produzent, bevor er selbst ins Rampenlicht trat.
Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er mehrere stilprägende Alben, die jeweils unterschiedliche Facetten seines künstlerischen Profils offenbaren.
Doo-Wops & Hooligans (2010)
Mit seinem Debütalbum Doo-Wops & Hooligans gelang Bruno Mars 2010 der internationale Durchbruch. Der Sound war klar auf den Mainstream zugeschnitten, ohne dabei beliebig zu wirken: Songs wie „Just The Way You Are“, „Grenade“ oder „The Lazy Song“ kombinierten eingängige Melodien mit einer charmanten Leichtigkeit. Die Mischung aus Pop, R&B und leichten Reggae-Einflüssen traf den Nerv der Zeit, das Album verkaufte sich millionenfach und etablierte Mars als neuen Superstar des Pop.
Zuvor hatte er bereits als Songwriter und Produzent für andere Künstler gearbeitet, etwa an B.o.B.s Hit „Nothin’ on You“ oder „Billionaire“ von Travie McCoy – Songs, bei denen Mars auch als Gastsänger mitwirkte und damit seine eigene Karriere vorbereitete.
Unorthodox Jukebox (2012)
Mit dem zweiten Album Unorthodox Jukebox ging Mars zwei Jahre später einen stilistisch freieren Weg. Das Album, das unter anderem von Mark Ronson, Jeff Bhasker und Diplo mitproduziert wurde, zeigte seine Affinität zu Retro-Klängen aus den 70er- und 80er-Jahren. Funk, Disco, Soul und Rock dominierten die Arrangements, während Mars’ Stimme zwischen Crooner-Charme und energischem Falsett wechselte.
Die Singles „Locked Out of Heaven“ und „Treasure“ lieferten tanzbare Hymnen mit klarem Rückbezug auf den Sound von The Police oder Prince. Auch ruhigere Stücke wie „When I Was Your Man“ fanden international großen Anklang. Kritiker lobten vor allem die stilistische Vielfalt und Mars’ Fähigkeit, seine Einflüsse in einen modernen Popkontext zu übertragen.
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Das Album brachte ihm seinen ersten Grammy in der Kategorie „Best Pop Vocal Album“ ein.
24K Magic (2016)
Nach einer mehrjährigen Pause kehrte Mars 2016 mit 24K Magic zurück – ein konzentriertes, nur neun Tracks umfassendes Werk, das sich stilistisch noch stärker auf Funk, R&B und Hip-Hop fokussierte. Inspiriert von Künstlern wie James Brown, New Edition oder Zapp & Roger, setzte Mars auf opulente Produktionen, choreografierte Bühnenshows und eine konsequente Ästhetik, die an die Glanzzeiten des 80er-Showbusiness erinnerte.
Der Titelsong „24K Magic“, „That’s What I Like“ und „Finesse“ (später im Remix mit Cardi B) wurden weltweit zu Hits. Mars präsentierte sich als Entertainer im klassischen Sinne – mit Anzug, Tanzschritten und perfekt inszenierten Liveshows. Das Album wurde bei den Grammy Awards 2018 mit sechs Preisen ausgezeichnet, darunter in den Hauptkategorien „Album of the Year“ und „Record of the Year“.
An Evening With Silk Sonic (2021)
Eine neue Richtung schlug Mars 2021 ein, als er gemeinsam mit Anderson .Paak das Projekt Silk Sonic gründete. Das gemeinsame Album An Evening With Silk Sonic war eine stilistisch dichte Hommage an den Philadelphia Soul und Funk der 70er-Jahre. Songs wie „Leave The Door Open“ oder „Smokin Out The Window“ überzeugten durch aufwendige Arrangements, Vintage-Produktion und harmonische Gesangsduette.
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Das Album wirkte wie eine musikalische Zeitreise, allerdings ohne nostalgisch zu verklären. Stattdessen nutzten Mars und .Paak die Referenzen als Werkzeug, um ein schlüssiges Klangbild zu schaffen, das auch im Hier und Jetzt funktionierte. Die Zusammenarbeit wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert, auch weil sie Mars als Künstler mit der Fähigkeit zeigte, sich neu zu erfinden, ohne seine musikalische Identität zu verlieren.
The Romantic (2026)
Mit The Romantic folgt nun das erste Soloalbum seit einem Jahrzehnt. Die Erwartungen sind hoch, zumal Mars zuletzt vor allem als Kollaborateur in Erscheinung trat. Ob als Duettpartner von Lady Gaga beim orchestralen Track „Die With A Smile“ oder in der poppig-urbanen Zusammenarbeit „APT.“ mit Rosé von BLACKPINK – Mars zeigte sich offen für neue Formen des musikalischen Ausdrucks, ohne dabei den Hang zur großen Geste zu verlieren.