ALBUM DER WOCHE: Der Wahnsinn der Welt auf einem Album musikalisch aufgesplittert. Sleaford Mods zerlegen einmal mehr mit ihrem Slacker-Rap-Electro-Pop auf „The Demise Of Planet X“ alle Irrsinnigkeiten auf diesem Planeten.
“The Demise Of Planet X” ist das mittlerweile dreizehnte Album von Sänger und Rapper Jason Williamson und Produzent Andrew Robert Lindsay Fearn, doch in ihnen kocht angesichts des Zustandes unseres Planeten immer noch die Wut. Ihr Slacker-Rap-Electro-Pop kommt dabei noch kaputter und krasser daher, vorgetragen im starken und (s)trotzenden East-Midlands-Akzent voller Fuck-Yous und infiziert von nimimal 80ies Electro-Punk wie im Banger „The Good Life“, feat. Gwendoline Christie & Big Special.
Überhaupt ist dieses Album überbordernd mit schillernden Gastauftritten, die neuseeländische Künstlerin Aldous Harding ist auf „Elitest G.O.A.T.“ der genial-ideale klangliche Kontrast zu Williamson, die britische Sängerin Sue Tompkins liefert zu dem stotternden „No Touch“ schwebende Vocals und Ambient-Produzent Liam Thomas arbeite beim politisch angehauchten „Flood the Zone“ mit.
Bizarre Dub-Einsprengsel, dystopische Synths, rotzige Spoken Words und minimal New Wave sind die Zutaten dieses Soundtracks zum Ende der Welt, Tanz-Therapie inklusive. „The Demise Of Planet X“ ist dabei nicht nur eine Abrechnung mit allen toxischen Idioten auf diesem Planeten, sondern auch eine Auseinandersetzung mit den inneren Dämonen. Zwischen provokant lässigen Melodien und provozierend wütenden Sounds spielt sich die ganze Skala von Resignation und Hoffnung angesichts dem Wahnsinn dieser Welt dank Sleaford Mods immer noch frech freshem DIY-Charme und Coolness ab.
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Biografie Sleaford Mods
Sleaford Mods machen seit 2007 zusammen Musik: Das Electropunk-Duo aus Nottingham, bestehend aus Sänger/Rapper Jason Williamson und Musikproduzent Andrew Robert Lindsay Fearn hat sich mit einer eigenwilligen Mischung aus Post-Punk, Minimal Electro und Hip-Hop sowie politischen Texten im starken Dialekt der East Midlands vorgetragen werden, zu einer der wichtigsten Stimmen Großbritanniens entwickelt. Zu ihren Einflüssen zählen Einflüssen diverse Mod-Bands, Rave oder Black Metal sowie die Acts The Smiths, Guns N’ Roses oder Wu-Tang Clan. Verglichen werden Sleaford Mods oft mit The Fall oder The Streets und im Jahr 2026 veröffentlichen sie ihr bereits 13tes Album „The Demise Of Planet X“.
Diskografie Sleaford Mods:
2007: Sleaford Mods
2007: The Mekon
2009: The Originator
2011: S.P.E.C.T.R.E.
2012: Wank
2013: Austerity Dogs
2014: Divide and Exit
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2015: Key Markets
2017: English Tapas
2019: Eton Alive
2021: Spare Ribs
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2023: UK GRIM
2025: Tied Up in the Bodega Live
2026: The Demise Of Planet X