Die US-amerikanische Musikerin Lizzo hat die Details zu ihrem dritten Studioalbum veröffentlicht, das den Titel „Bitch“ tragen wird.
Der Nachfolger des 2022 erschienenen Werks „Special“ soll am 5. Juni 2025 erscheinen und zwölf neue Stücke enthalten. Als erste Vorboten fungieren die bereits veröffentlichte Disco-Nummer „Don’t Make Me Love U“ sowie der für den 1. Mai angekündigte Titelsong.
Die Wahl des Albumtitels begründet die Künstlerin mit einer bewussten Aneignung des Begriffs, den sie als Ausdruck von Selbstermächtigung verstanden wissen will. In einem Statement erklärte sie, dass sie ein Label, das lange Zeit zur Herabwürdigung von Frauen genutzt wurde, in eine Erklärung für kompromisslose Selbstliebe verwandeln möchte. Es sei nur folgerichtig, das Album so zu nennen, da es zu ihrem Lieblingswort geworden sei, wenn sie es zu ihren eigenen Bedingungen verwende.
Der Entstehungsprozess des Albums war von künstlerischen Neujustierungen geprägt. Ursprünglich plante Lizzo für Anfang 2025 ein Projekt namens „Love in Real Life“, entschied sich jedoch nach dem mäßigen Charterfolg der ersten Singles dazu, das Material komplett zu verwerfen.
Alle Anzeigen dauerhaft ausblenden
Sie forderte von ihrem Label mehr kreative Autonomie ein, um die Produktion direkter und weniger glattpoliert zu gestalten. Ein erstes Ergebnis dieser Kurskorrektur war das im Sommer 2025 erschienene Mixtape „My Face Hurts From Smiling“, das deutlicher in Richtung Rap tendierte.
Für das neue Album kündigte sie eine Mischung aus Pop, Rock und Rap an, die klanglich düsterer ausfällt als ihre bisherigen Arbeiten. In den Texten verarbeitet sie auch die persönlichen Belastungen der letzten Jahre, insbesondere die juristischen Auseinandersetzungen mit ihren ehemaligen Tänzerinnen, die das öffentliche Bild der Künstlerin überschatteten. Während einige Verfahren noch liefen, wurde eine Klage wegen Belästigung am Arbeitsplatz Ende 2024 abgewiesen.
Neben ihrer Arbeit im Studio bereitet sich die Musikerin auf eine Hauptrolle im Filmwesen vor. In dem Biopic „Rosetta“ wird sie die Rock-’n’-Roll-Pionierin Sister Rosetta Tharpe verkörperen, deren Einfluss auf die moderne Musikgeschichte damit eine neue cineastische Würdigung erfährt.
Trackliste Lizzo – „Bitch“ (Album 2026)
01 A Toast
02 Happy 2 Be
03 Don’t Make Me Love U
04 Bitch
05 She Stole My Man
Alle Anzeigen dauerhaft ausblenden
06 Whose Hair is This
07 Little Black Cat
08 That GRRRL
09 Too Nice
10 Like a Crime
11 Goodmorning!
