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Beatsteaks neues Album „Please“: Bitte mehr davon

ACT DES MONATS – Das erste Album nach sieben Jahren Pause lässt die Beatsteaks juvenil erklingen: „Please“ ist ein vielfältig sprudelndes Werk voller Spielfreude und Spielwitz – danke dafür!

Die Beatsteaks haben ihren kreativen Hungerstreik beendet, ihre Krise überwunden und als Ergebnis ihr neuntes Album „Please“ veröffentlicht, das Fans wohl ziemlich satt machen wird – denn es ist voller Spielfreude und Spielwitz. So taucht der Titel des Albums in fast jedem Songtext von „Please“ auf und auf dem Cover sehen wir ein Stoppschild mit dem Wort darauf. „Bitte“ wird so zur freundlichen und friedlichen Aufforderung einmal innezuhalten, aber auch dazu, wieder zu atmen, zu leben und zu tanzen.

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Musikalisch wird dies mit sprudelndem Sound umgesetzt, es gibt Anklänge an The Clash oder The Cure, eigenwillig ist die Coverversion des Fun-Boy-Three-Songs „The Lunatics (Have Taken Over The Asylum)“: ein spooky schleppender Song, der ein bisschen an The Specials erinnert und mit lässigem Rap-Reggae-Part unsere irre Gesellschaft besingt. Produzent Olaf Opal hat den Berlinern dazu noch einen großflächigen Hallschleier verpasst, der sie vertraut klingen lässt und dennoch neu sowie erfrischt.

„Please“ ist weniger Punk-Rock, mehr Indie-Rock – und dennoch ist es ein Beatsteaks-Album im besten Sinn geworden, mit den bewährten Zutaten von eingängigen Melodien, pulsieren Rhythmen und coolen Hooklines. Nur gewürzt ist das Ganze diesmal ein bisschen anders, so dass die Beatsteaks uns auch nach fast drei Jahrzehnten keine fade Brühe auftischen.

Gefeiert wird die Veröffentlichung bei zwei großen Open Air-Konzerten in der Berliner Wuhlheide am 28. und 29. Juni mit insgesamt etwa 30.000 Besuchern. Eine weiterführende Tournee findet ab September statt. Davor spielte die Band im Juni eine Tournee durch ostdeutsche Jugendzentren. Diese AJZs sind Orte, an denen viele Jugendliche sozialisiert werden und es sind Orte, die alternativ und autonom sind. Die Beatsteaks wollen damit nicht nur ein Zeichen setzen, sondern real vor Ort sein und ein Stoppschild gegen die aktuelle politische Entwicklung in Richtung Rechts setzen. Solidarität und Sound gehen so Hand in Hand. Bitte mehr davon, Beatsteaks!

Beatsteaks auf Tour

  • 18.09.2024 STUTTGART-WANGEN, LKA-Longhorn Tickets
  • 25.09.2024 WIEN, Arena Wien Open Air Tickets
  • 26.09.2024 MÜNCHEN - FREIMANN, Zenith, die Kulturhalle Tickets
  • 28.09.2024 BREMEN, Pier 2 Tickets
  • 29.09.2024 BIELEFELD, Lokschuppen Tickets
  • 01.10.2024 LEIPZIG, Haus Auensee Tickets
  • 02.10.2024 OFFENBACH AM MAIN, Stadthalle Offenbach Tickets
  • 05.10.2024 HAMBURG, Inselpark Arena Tickets

Beatsteaks Biografie

1995 in Berlin gegründet, gehören die Beatsteaks mittlerweile neben Acts wie Die Ärzte oder Die Toten Hosen zu den erfolgreichsten deutschen Punkrockbands. Sänger Arnim Teutoburg-Weiß erzählt, der Song „Territorial Pissings“ von Nirvana sei die Initialzündung gewesen, selbst Musik in einer Band machen zu wollen. 1996 gewann die junge Band dann einen lokalen Musikwettbewerb im Club SO36 und durfte als Prämie beim Berliner Konzert der Sex Pistols als Vorband auftreten. Ein Jahr später erscheint ihr Debüt-Album, das die Beatsteaks nach der Hausnummer ihres Proberaums „48/49“ benannten. Der Erfolg stellte sich bald ein und steigerte sich noch, als die Ärzte die Band in ihrem Song „Unrockbar“ erwähnen: „Wie kannst Du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben, wenn Dir doch Schlagersänger Tränen in die Augen treiben?“. Offenbar können nur wenige ruhig sitzen bleiben, die Beatsteaks spielen unzählige Festivals und Konzerte und veröffentlichen regelmäßig Alben. Das jüngste erscheint 2024 und heißt „Please“.

Mehr von den Beatsteaks? Bitteschön – hier geht es zu den besten Songs von ihnen:

▶︎ Die besten Songs der Beatsteaks

Beatsteaks Diskografie

1997: 48/49       

1999: Launched 

2002: Living Targets   

2004: Smack Smash

2007: Limbo Messiah  

2011: Boombox 

2014: Beatsteaks        

2017: Yours

2024: Please

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