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Depeche Mode covern Anti-Kriegslied “Universal Soldier“ für Benefiz-Compilation

Mit einer Neuinterpretation des Antikriegssongs „Universal Soldier“ setzen Depeche Mode ein politisches Zeichen auf dem neuen Benefizalbum „Help(2)“ der britischen Hilfsorganisation War Child.

Die ursprünglich von Buffy Sainte-Marie geschriebene Protesthymne verwandeln Dave Gahan und Martin Gore in eine düstere, elektronische Version, die sich stilistisch an den späten Arbeiten der Band orientiert. Synthesizerflächen, reduzierte Beats und Gahans markante Stimme verleihen dem Song eine eindringliche Atmosphäre.

„Ich schrieb Universal Soldier im Purple Onion Coffee House in Toronto in den frühen sechziger Jahren; es handelt von der individuellen Verantwortung für den Krieg und davon, wie das alte feudale Denken uns noch alle umbringen wird”, sagte die heute 85-jährige Songwriterin. Im Lied geht es darum, dass auch Soldaten eine Verantwortung haben und Kriege beenden könnten, wenn sie aufhörten für ihre Kriegsherren zu kämpfen.

“He′s the universal soldier and he
really is to blame
His orders come from far away no more
They come from him, and you, and me
and brothers can’t you see
this is not the way we put an end to war”

Der Beitrag der Band gehört zu den prominentesten Momenten der Compilation. Gleichzeitig führt er direkt zum Kern des Projekts: Musik als Aufmerksamkeit für die Situation von Kindern, die in Kriegsgebieten aufwachsen müssen.

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Hinter dem Album steht die internationale Hilfsorganisation War Child, die seit den 1990er-Jahren Programme für Kinder in Konfliktregionen organisiert. Dazu gehören Bildungsangebote, psychologische Unterstützung und Schutzräume für junge Menschen, die Krieg und Vertreibung erlebt haben.

Das neue Album vereint sowohl neue Stücke als auch Neuinterpretationen bekannter Songs. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Auftakt des Albums: Arctic Monkeys veröffentlichen mit „Opening Night“ ihren ersten neuen Song seit dem 2022 erschienenen Album The Car. Der Titel basiert auf einer älteren Idee aus der Zeit ihres Erfolgsalbums AM und verbindet akustische Elemente mit einem klassischen Bandarrangement.

Pulp steuern mit „Begging For Change“ einen neuen Song bei. Sänger Jarvis Cocker hatte den Titel bereits länger in Arbeit, fand jedoch erst im Rahmen dieses Projekts eine endgültige Version.

Mehrere Künstler greifen auf Klassiker der Popgeschichte zurück und interpretieren sie neu. Beth Gibbons, Sängerin von Portishead, nimmt sich des Velvet-Underground-Songs „Sunday Morning“ an und verwandelt ihn in eine ruhige, fragile Ballade.

Die britische Sängerin Beabadoobee interpretiert „Say Yes“ von Elliott Smith, während Arooj Aftab gemeinsam mit Beck eine Version von „Lilac Wine“ aufnimmt, einem Song, der vor allem in den Versionen von Jeff Buckley und Nina Simone berühmt wurde.

Auch Fontaines D.C. setzen auf eine Coverversion von Sinéad O’Connor: „Black Boys On Mopeds“.

Den Abschluss übernimmt Olivia Rodrigo mit einer Interpretation von „The Book Of Love“, einem Song der Indieband The Magnetic Fields. Die Aufnahme entstand in den Abbey Road Studios mit Streichern und klassischer Studiobesetzung. Rodrigo singt den Song in einer reduzierten, beinahe zeitlosen Version.

„Help(2)“ ist weniger ein klassisches Sampler-Album als eine Momentaufnahme der aktuellen Musikszene. Künstler aus Indie, Pop, Jazz und Alternative beteiligen sich an einem gemeinsamen Projekt, dessen Ziel weit über die Musik hinausgeht: Aufmerksamkeit und Unterstützung für Kinder, die von Kriegen betroffen sind. Und das sind aktuell immer mehr.

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Download auf Bandcamp

Das Album “Help(2)” steht auf Bandcamp zum Download zur Verfügung. Die Erlöse gehen vollständig an die Hilfsorganisation War Child. Die Organisation arbeitet weltweit mit Kindern, die von Kriegen und bewaffneten Konflikten betroffen sind, unter anderem in Regionen wie Ukraine, Gaza, Sudan, Syrien, Afghanistan oder der Demokratischen Republik Kongo.

Trackliste

Side A

  1. Arctic Monkeys – Opening Night
  2. Damon Albarn, Grian Chatten & Kae Tempest – Flags
  3. Black Country, New Road – Strangers
  4. The Last Dinner Party – Let’s do It Again!
  5. Beth Gibbons – Sunday Morning

Side B

  1. Arooj Aftab & Beck – Lilac Wine
  2. King Krule – The 343 Loop
  3. Depeche Mode – Universal Soldier
  4. Ezra Collective & Greentea Peng – Helicopters
  5. Arlo Parks – Nothing I Could Hide
  6. English Teacher & Graham Coxon – Parasite
  7. Beabadoobee – Say Yes

Side C

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  1. Big Thief – Relive, Redie
  2. Fontaines D.C. – Black Boys On Mopeds
  3. Cameron Winter – Warning
  4. Young Fathers – Don’t Fight The Young
  5. Pulp – Begging For Change
  6. Sampha – Naboo

Side D

  1. Wet Leg – Obvious
  2. Foals – When The War Is Finally Done
  3. Bat For Lashes – Carried My Girl
  4. Anna Calvi, Dove Ellis, Ellie Rowsell & Nilüfer Yanya – Sunday Light
  5. Olivia Rodrigo – The Book of Love
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