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Arctic Monkeys veröffentlichen erste neue Single seit 2022 für War Child

Arctic Monkeys melden sich mit neuer Musik zurück: „Opening Night“ ist der erste neue Song der Band seit dem Album „The Car“ aus dem Jahr 2022 und erscheint im Rahmen eines Charity-Projekts zugunsten der Hilfsorganisation War Child.

Der Titel ist Teil der Compilation „HELP(2)“, die am 6. März veröffentlicht wird und Einnahmen für Kinder sammelt, die von Krieg und bewaffneten Konflikten betroffen sind.

„Opening Night“ fügt sich klanglich in die jüngere Phase der Arctic Monkeys ein. Der Song setzt auf eine zurückgenommene, elegante Atmosphäre und verzichtet auf offensichtliche Gesten eines Comebacks. Stattdessen wirkt der Beitrag bewusst unaufgeregt und ordnet sich dem größeren Zusammenhang des Projekts unter.

Mit „HELP(2)“ knüpft War Child an ein zentrales Kapitel der britischen Popgeschichte an. Das ursprüngliche Benefizalbum „Help“ erschien 1995 und brachte rund 1,2 Millionen Pfund für Kinder in Kriegsgebieten ein. Beteiligt waren damals unter anderem Radiohead, Blur, Sinéad O’Connor sowie die Smokin’ Mojo Filters, ein Projekt von Paul McCartney, Noel Gallagher und Paul Weller. Drei Jahrzehnte später ist die Situation weltweit nicht entspannter, sondern im Gegenteil deutlich dramatischer.

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Die neue Compilation ist entsprechend prominent besetzt. Neben Künstlerinnen und Künstlern, die bereits auf dem Originalalbum vertreten waren, darunter Beth Gibbons von Portishead sowie Damon Albarn und Graham Coxon von Blur, finden sich etablierte Namen wie Pulp, Beck und Depeche Mode. Ergänzt wird das Line-up durch eine jüngere Generation mit Olivia Rodrigo, Fontaines D.C., Wet Leg, Sampha und Cameron Winter. Stilistisch ist „HELP(2)“ breit aufgestellt, der gemeinsame Nenner ist das Ziel, Aufmerksamkeit und Unterstützung für War Child zu bündeln.

Produziert wurde das Album von James Ford, der seit Jahren zu den wichtigsten Wegbegleitern der Arctic Monkeys zählt und an fast allen ihren Alben beteiligt war. Die Aufnahmen fanden im November in den Abbey Road Studios in London statt. Ford verweist auf die aktuelle Weltlage als entscheidenden Antrieb für das Projekt und beschreibt die Arbeit an der Compilation als intensiven und eindringlichen Prozess.

Über die Musik hinaus umfasst „HELP(2)“ auch einen filmischen Beitrag. Der britische Regisseur Jonathan Glazer arbeitete mit Kindern in Kriegsgebieten in der Ukraine, im Gazastreifen, im Jemen und im Sudan zusammen, um eigene kurze Filme zu realisieren. Parallel dokumentierten Kinder im Vereinigten Königreich die Entstehung des Projekts. Damit soll der Fokus nicht nur auf die Unterstützung, sondern auch auf die Perspektiven der Betroffenen selbst gelegt werden.

War Child macht mit der Veröffentlichung erneut auf die Dimension des Problems aufmerksam. Schätzungen zufolge ist heute jedes fünfte Kind weltweit von Krieg betroffen, insgesamt rund 520 Millionen. Zum Zeitpunkt der ersten „Help“-Compilation Mitte der neunziger Jahre lag dieser Anteil noch bei etwa einem Zehntel.

Für Arctic Monkeys fällt die Veröffentlichung in eine besondere Phase. Ihr Debütalbum „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not“ erschien vor zwanzig Jahren und machte die Band zu einer der prägenden Gruppen des britischen Indie-Rocks. Dass ihre erste neue Veröffentlichung seit vier Jahren Teil eines Benefizprojekts ist, unterstreicht den Stellenwert, den sie diesem Anlass beimessen.

In einem gemeinsamen Statement erklärte die Band, man sei stolz darauf, die Arbeit von War Child zu unterstützen, und hoffe, mit dem Album einen positiven Beitrag für Kinder leisten zu können, die von Krieg betroffen sind.

„HELP(2)“ erscheint am 6. März und versteht sich als kollektiver Appell, der zeigt, wie Popmusik auch jenseits klassischer Veröffentlichungszyklen gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.

Tracklist “HELP(2)”

  1. Arctic Monkeys – Opening Night
  2. Damon Albarn, Grian Chatten & Kae Tempest – Flags
  3. Black Country, New Road – Strangers
  4. The Last Dinner Party – Let’s do it again!
  5. Beth Gibbons – Sunday Morning
  6. Arooj Aftab & Beck – Lilac Wine
  7. King Krule – The 343 Loop
  8. Depeche Mode – Universal Soldier
  9. Ezra Collective & Greentea Peng – Helicopters
  10. Arlo Parks – Nothing I Could Hide
  11. English Teacher & Graham Coxon – Parasite
  12. Beabadoobee – Say Yes
  13. Big Thief – Relive, Redie
  14. Fontaines D.C. – Black Boys on Mopeds
  15. Cameron Winter – Warning
  16. Young Fathers – Don’t Fight the Young
  17. Pulp – Begging for Change
  18. Sampha – Naboo
  19. Wet Leg – Obvious
  20. Foals – When the War is Finally Done
  21. Bat For Lashes – Carried my girl
  22. Anna Calvi, Ellie Rowsell, Nilüfer Yanya & Dove Ellis – Sunday Light
  23. Olivia Rodrigo – The Book of Love