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Interpol veröffentlichen neue Single „Iron City“ und setzen sich kritisch mit KI auseinander

Interpol haben mit „Iron City“ die dritte Vorabsingle aus ihrem kommenden Album „This Mirror Weighs A Ton“ veröffentlicht. Das neunte Studioalbum der New Yorker Band erscheint am 28. August 2026 über Partisan Records und folgt auf die bereits veröffentlichten Songs „This Mirror Weighs A Ton“ und „See Out Loud“.

Musikalisch knüpft „Iron City“ an den atmosphärischen Sound an, für den Interpol seit Jahren bekannt sind. Ineinandergreifende Gitarren, eine treibende Rhythmussektion und dichte Klangflächen bilden den Rahmen für einen Song, der sich inhaltlich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Sänger Paul Banks beschreibt den Titel als einen Dialog zwischen einem menschlichen Erzähler und einer zukünftigen künstlichen Intelligenz: „Der Song ist eher ein Gespräch zwischen dem menschlichen Erzähler und der zukünftigen künstlichen Intelligenz, die alles steuert. Wird diese technologische Matriarchin wohlwollend oder wütend sein? Mal singt der Erzähler zu ihr, dann antwortet sie uns.“

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In den Lyrics verbindet Banks wiederkehrende Träume mit Spaziergängen durch den Central Park. Der Refrain „I can feel your love, iron city“ unterstreicht die schwebende, leicht dystopische Stimmung des Songs.

Auch zum Einfluss von KI auf die Musik äußerte sich Banks. Er sieht menschliche Kreativität langfristig im Vorteil. Künstliche Intelligenz könne nur auf bereits existierenden Werken aufbauen und sei deshalb darauf angewiesen, dass Künstler weiterhin neue Ideen entwickeln. Formelhafte Musik habe es schon immer gegeben, nun könne sie eben auch von Computern erzeugt werden. Wirklich neue Impulse entstünden seiner Ansicht nach jedoch weiterhin durch Menschen, insbesondere durch junge Künstler, die auf den Status quo reagieren und neue Wege einschlagen.

Produziert wurde „This Mirror Weighs A Ton“ von Andrew Wyatt, der bereits mit Rosalía und Charli XCX gearbeitet hat. Für den Mix zeichnet Dave Fridmann verantwortlich, bekannt unter anderem für seine Arbeit mit MGMT und Sleater-Kinney. Laut Band erweitert das Album den klassischen Interpol-Sound um Streicher, Holzbläser, mehrstimmige Gesänge, akustische Gitarren und experimentelles Sounddesign.

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Zum Album gehört außerdem „Wings On Fire“, das Interpol bereits bei Konzerten vorgestellt haben. Banks bezeichnet den Song als einen der rockigeren Momente der Platte und als Ausdruck des Ziels, das neue Album insgesamt etwas direkter und energiegeladener klingen zu lassen.

Interpol mit Bloc Party auf Tour

Im Herbst 2026 kommen Interpol gemeinsam mit Bloc Party auf Tour nach Deutschland.

11. November 2026 – Berlin, Uber Arena

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12. November 2026 Hamburg, Barclays Arena

14. November 2026 Düsseldorf, PSD BANK DOME

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Interpol Biografie

Interpol wurden 1997 in New York gegründet. Zur Urbesetzung gehörten Sänger und Gitarrist Paul Banks, Gitarrist Daniel Kessler, Bassist Carlos Dengler und Schlagzeuger Sam Fogarino, der 2000 zur Band stieß. Geprägt vom Post-Punk der späten 1970er und 1980er Jahre entwickelten Interpol früh einen eigenen Sound, der dunkle Gitarren, markante Bassläufe und eine melancholische Atmosphäre miteinander verband.

Turn On The Bright Lights (2002)

Mit ihrem Debütalbum Turn On The Bright Lights gelang 2002 der internationale Durchbruch. Songs wie „Obstacle 1“, „PDA“ oder „NYC“ machten die Band zu einer der wichtigsten Stimmen des Post-Punk-Revivals. Das Album gilt bis heute als Meilenstein des Indie-Rock und beeinflusste zahlreiche Bands der folgenden Jahre.

Antics (2004)

Zwei Jahre später erschien Antics, das den Erfolg der Band weiter ausbaute. Die Singles „Slow Hands“, „Evil“ und „C’mere“ zeigten eine zugänglichere Seite von Interpol, ohne den charakteristischen düsteren Klang aufzugeben. Besonders „Evil“ entwickelte sich zu einem ihrer bekanntesten Songs.

Our Love To Admire (2007)

Mit Our Love To Admire wechselte die Band zu Capitol Records. Das Album fiel opulenter aus als seine Vorgänger und erreichte hohe Chartplatzierungen in Europa und den USA. Stücke wie „The Heinrich Maneuver“, „Mammoth“ und „Rest My Chemistry“ erweiterten den Sound um orchestrale Elemente und komplexere Arrangements.

Interpol (2010)

Das selbstbetitelte vierte Album markierte das Ende einer Ära. Kurz nach den Aufnahmen verließ Bassist Carlos Dengler die Band, der maßgeblich den frühen Sound geprägt hatte. Die Tour absolvierte Interpol bereits mit Dave Pajo als Live-Bassist. Musikalisch knüpfte das Album an die düstere Stimmung des Debüts an.

El Pintor (2014)

Nach Denglers Ausstieg übernahm Daniel Kessler einen Großteil der Bassaufnahmen. Der Albumtitel El Pintor ist ein Anagramm von Interpol. Mit Songs wie „All The Rage Back Home“ und „My Desire“ fand die Band zu neuer Energie und wurde von Kritikern als Rückkehr zu alter Stärke gewertet.

Marauder (2018)

Für Marauder arbeitete Interpol erstmals mit Produzent Dave Fridmann zusammen. Das Album klang rauer und unmittelbarer als seine Vorgänger. Die Single „The Rover“ zeigte die Band rockiger und direkter, ohne ihre atmosphärische Handschrift aufzugeben.

A Fine Mess (2019)

Ein Jahr später veröffentlichte Interpol die EP A Fine Mess. Die fünf neuen Songs entstanden während der Sessions zu Marauder und setzten den raueren Sound der Zeit fort.

The Other Side Of Make-Believe (2022)

Mit ihrem siebten Studioalbum arbeitete die Band erneut mit den Produzenten Flood und Alan Moulder zusammen. The Other Side Of Make-Believe entstand während der Pandemie und verbindet introspektive Texte mit einer offeneren, melodischeren Produktion. Besonders die Singles „Toni“ und „Something Changed“ wurden von Fans und Kritikern positiv aufgenommen.

This Mirror Weighs A Ton (2026)

Das neunte Studioalbum This Mirror Weighs A Ton erscheint am 28. August 2026 über Partisan Records. Produziert von Andrew Wyatt und gemischt von Dave Fridmann, erweitert es den klassischen Interpol-Sound um Streicher, Holzbläser, akustische Gitarren und experimentelles Sounddesign.