Olof Dreijer, bekannt als eine Hälfte des einflussreichen schwedischen Elektro-Duos The Knife, kündigt sein erstes Soloalbum unter eigenem Namen an.
„Loud Bloom“ erscheint am 8. Mai über das Dirty-Hit-Imprint dh2. Mit der Single „Echoed Dafnino“ gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack auf das Album, begleitet von einem farbenreichen, choreografierten Video.
Obwohl „Loud Bloom“ als offizielles Solo-Debüt firmiert, ist Dreijer keineswegs ein Neuling außerhalb von The Knife. Unter dem Alias Oni Ayhun veröffentlichte er bereits mehrere Club-orientierte EPs, die in der elektronischen Szene schnell Kultstatus erlangten. In den vergangenen Jahren war Dreijer zudem als Remixer gefragt und arbeitete unter anderem für Künstlerinnen und Künstler wie Björk, Rosalía, Röyksopp oder Robyn.
Nach einer Phase, in der er sich bewusst zurückgezogen hatte, beschreibt Dreijer die Arbeit an dem neuen Album als befreiend. Er habe sich erlaubt, wieder mit mehr Leichtigkeit an seine Musik heranzugehen. „Nach einer Pause bin ich sehr glücklich darüber, mir selbst wieder zu erlauben, einfach Spaß mit meiner eigenen Musik zu haben“, erklärt der Musiker.
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Diese neu gewonnene Offenheit spiegelt sich auch in der kollaborativen Ausrichtung des Albums wider. Mehrere internationale Gäste sind auf „Loud Bloom“ vertreten, darunter die kolumbianische Sängerin Diva Cruz sowie die südafrikanische Musikerin Toya Delazy.
Die erste Single „Echoed Dafnino“ entstand aus einer persönlichen Entdeckung heraus. Dreijer stieß auf eine ursprüngliche Version des Songs und war sofort von der Stimme des sudanesischen Sängers MaMan beeindruckt, der heute in Kairo lebt. Die Kombination aus arabischem Gesang und elektronischer Produktion verleiht dem Track eine besondere Atmosphäre.
Dreijer erklärt, dass er zunächst eine Version für seine DJ-Sets produzierte. Im Laufe der Arbeit entwickelte sich daraus jedoch mehr als nur ein Remix. Schließlich entstand eine neue Aufnahme, bei der MaMan zusätzliche Vocals beisteuerte. Gerade diese Zusammenarbeit habe dem Stück eine besondere Tiefe verliehen.
Seit den frühen 2000er Jahren gehört Olof Dreijer zu den prägenden Figuren der elektronischen Popmusik aus Skandinavien. Gemeinsam mit seiner Schwester Karin Dreijer veröffentlichte er als The Knife mehrere stilprägende Alben, darunter „Silent Shout“ aus dem Jahr 2006, das mit seiner düsteren Mischung aus Synth-Pop und Techno bis heute als Referenz gilt.
Nach der Auflösung von The Knife im Jahr 2014 verfolgten beide Geschwister unterschiedliche Wege. Karin Dreijer konzentrierte sich auf ihr Soloprojekt Fever Ray, während Olof Dreijer stärker im Hintergrund arbeitete, etwa als DJ, Produzent und Remixer.
Auch auf „Loud Bloom“ deutet vieles darauf hin, dass Dreijer seine Club-Erfahrungen mit melodischeren Strukturen verbindet. Schon die Titel der Stücke, die häufig nach Pflanzen benannt sind, lassen ein lose konzipiertes Album erkennen, das organische Motive mit elektronischen Klanglandschaften kombiniert.

Tracklist von „Loud Bloom“
- Rosa Rugosa
- Plastic Camelia
- Cassia
- Acuyuye (feat. Diva Cruz)
- Makwande (feat. Toya Delazy)
- Blood Lily
- Iris
- Echoed Dafnino (feat. MaMan)
- Laurel
- Verbena
- Coral
- Fern Valley
- Lantana
- Shisandra