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Tove Lo – „ESTRUS“ (Album 2026)

Tove Lo (Foto: Charlie Denis)

Tove Lo gehört seit ihrem Durchbruch mit „Habits (Stay High)“ zu den Popkünstlerinnen, die Hedonismus selten ohne dessen Kehrseite erzählen. Auf ihrem sechsten Album „ESTRUS“ rücken diese Widersprüche noch deutlicher ins Zentrum.

„Estrus ist ein Tier in der Hitze. Es ist etwas Ursprüngliches. Mein Kopf und mein Körper wollen unterschiedliche Dinge, sie wollen alles. Auf diesem Album gibt es keine guten Ratschläge, nur sehr viele Gefühle und keine Lösungen“, sagt Tove Lo über das Werk.

Schon der Albumtitel beschreibt diesen Ansatz. „Estrus“ bezeichnet die Brunst beziehungsweise die fruchtbare Phase im Sexualzyklus eines Tieres. Tove Lo versteht den Begriff als Bild für einen Zustand, in dem Körper und Kopf unterschiedliche Ziele verfolgen. Der Opener „a lot of feelings, no solutions“ bringt das Konzept entsprechend lakonisch auf den Punkt.

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Musikalisch nennt Tove Lo The Knife, Robyn und schwedischen Indie-Dance als wichtige Bezugspunkte. Damit führt „ESTRUS“ einige Linien zusammen, die ihre Musik seit Jahren bestimmen: skandinavischer Synth-Pop, körperliche Clubmusik und Texte, in denen Sex, Beziehungen und Selbstzweifel ohne große Distanz nebeneinanderstehen.

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Nach dem stärker konzeptionellen „Dirt Femme“ von 2022 und der gemeinsam mit SG Lewis produzierten „HEAT“-EP wirkt „ESTRUS“ wie eine Rückkehr zu dieser ursprünglichen Tove-Lo-Formel, nun aus der Perspektive einer Künstlerin, deren Lebensfragen sich verändert haben.

Produziert wurde das Album mit ihrem langjährigen Weggefährten Ludvig Söderberg sowie Elvira Anderfjärd und Luka Kloser. Die Aufnahmen entstanden in Los Angeles, Stockholm und einem schwedischen Fischerdorf, in dem Tove Lo bereits an „Dirt Femme“ gearbeitet hatte. Als einziger Gast ist Stromae auf „des fleurs x stromae“ vertreten.

(Tove Lo & Stromae; photo credit: Melchoir LeRoux, Marvin Gombart, and Gabriel Cantal)
Tove Lo & Stromae (Foto: Melchoir LeRoux, Marvin Gombart, Gabriel Cantal)

Besonders deutlich wird die Idee des Albums im abschließenden „source of life“. Tove Lo beschreibt darin den Konflikt zwischen dem Wunsch nach durchfeierten Nächten und der Vorstellung eines ruhigeren Lebens mit Familie. Eine Antwort liefert der Song bewusst nicht.

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Genau darin liegt die Klammer von „ESTRUS“. Tove Lo versucht nicht, den Hedonismus ihrer früheren Songs nachträglich zu relativieren. Die Tanzfläche bleibt ein zentraler Ort ihrer Musik, nur haben sich die Gedanken am Morgen danach verändert. Aus dieser Perspektive entwickelt sie einen Electro-Pop, der unmittelbar an ihre bisherige Diskografie anschließt und zugleich von einer neuen Lebensphase erzählt.

„ESTRUS“ ist am 18. September 2026 über Pretty Swede Records/Virgin Music Group erschienen und umfasst 13 Tracks.eiblicher Säugetiere und steht sinnbildlich für die zentrale Idee des Albums. In den neuen Songs beschäftigt sich die Musikerin mit ungefilterten Emotionen, inneren Konflikten und körperlichen Impulsen.

Parallel zur Albumveröffentlichung geht Tove Lo im Herbst auf Welttournee. Den Auftakt bilden ab dem 15. September mehrere Release-Shows in Nordamerika. Anschließend folgen die bislang größten Europa- und UK-Konzerte ihrer Karriere. In Deutschland macht die Tour am 14. November in der Berliner Columbiahalle Station.

Tourtermin Deutschland
14.11.2026 – Berlin, Columbiahalle

ESTRUS – Tracklist

  1. a lot of feelings, no solutions
  2. I’m your girl right?
  3. if I could I would
  4. des fleurs x stromae
  5. DNH
  6. F.A.M.T
  7. I’m the cake
  8. the bad one
  9. die for my art with a lonely heart
  10. are we on a break
  11. idiot
  12. roomie
  13. source of life