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Alex G – God Save The Animals (Album)

ACT DER WOCHE – Enigmatisch, experimentell und emotional:  Alex G bleibt das chamäleonhaftige Phänomen im Indie-Musikzoo – in diesem Sinn, God Save The Animals.

Die Zeilen „God Save The“… sind in letzter Zeit häufig ertönt, sinnvoll ergänzt werden sie allerdings hier von Alex G mit dem Albumtitel „God Save The Animals“. „Gott“ taucht dabei nicht nur im Titel des neunten Albums des Musikers und in mehreren der dreizehn Tracks auf, ist aber hier nicht religiös zu verstehen, sondern als Zeichen für ein allgemeines Gefühl des Glaubens an irgendetwas. Seine Fans glauben jedenfalls schon lange an ihn als eine Art Songwriter-Messias und die neuen melodisch flirrenden Songs zeigen einmal mehr seine Einzigartigkeit.

Alex G - Runner (Official Video)

Die Songs auf „God Save The Animals“ sind schwer zu fassen, sie schweben vorbei und sind mal einfach zärtliche Indie-Folk-Wolken, dann wieder experimentelle, aber emotionale Liedromanzen oder spirituell angehauchte Tracks. Alex G, vormals unter dem Namen (Sandy) Alex G bekannt, gehört damit zu den interessantesten Songwritern in den USA – er entwickelte eigenwillige Genres wie Goth-Techno, wandte sich dem Pop-Rock zu und endete schließlich beim Punk. Dieses chamäleonhaftige hat sich der Musiker bewahrt, auch hier verändert er beispielsweise mit diversen Effekten seine Stimme, die so zum eigenen Instrument wird.

Alex G - Blessing (Official Video)

Eigen ist sowieso der Terminus, der die stets unvorhersehbare Soundwelt von Alex G. definiert: Eigenwillig, eigenartig und eigentümlich.

Tracklist: Alex G – God Save The Animals

  1. After all
  2. Runner
  3. Mission
  4. S.D.O.S.
  5. No bitterness
  6. Cross the sea
  7. Blessing
  8. Ain’t it easy
  9. Early morning waiting
  10. Immunity
  11. Headroom piano
  12. Miracles
  13. Forgive

Auf Spotify hören

Alex G. Live 2023

30.03.2023 Hamburg, Grünspan
01.04.2023 Berlin, Columbia Theater
03.04.2023 München, Ampere
04.04.2023 Köln, Gebäude 9

Biographie Alex G

Hinter Alex G  steckt der Sänger, Songwriter und Produzent Alex Giannascoli aus Philadelphia, den man auch unter dem Pseudonym (Sandy) Alex G kennt: Mittlerweile gehört der Musiker zu den wichtigsten Songschreibern seiner Generation, der mit unterschiedlichsten Genres experimentiert und dessen Debüt-Album „Race“ im Jahr 2010 erschien. Als großen musikalischen Einfluss nennt Alex G den Singer-Songwriter Elliott Smith, seine Musik wird oft mit der von Indie-Rock-Bands wie Built To Spill oder Pavement verglichen.

Diskografie Alex G

2010: Race
2011: Winner
2012: Rules
2012: Trick
2014: DSZ
2015: Beach Music
2017: Rocket
2019: House Of Sugar
2022: God Save The Animals

Kerstin Kratochwill

Kerstin Kratochwill ist promovierte Germanistin, arbeitet als Lektorin sowie Texterin und schreibt für Tonspion über Musik, Filme und Serien.