Lautsprecher: Lieber Kompakt- oder Standboxen?

Der perfekte Sound fürs Wohnzimmer

Lautsprecher sind einer der wichtigsten Bestandteile der eigenen Anlage, schließlich sind sie es, die am Ende den Ton machen. Aber welche Boxen passen am besten und was gibt es zu beachten? Dieser Text gibt Antworten.

Im Prinzip ist es simpel: In den Lautsprechern wird das elektrische Signal, welches aus dem Verstärker kommt, in mechanische Bewegungen umgewandelt. Die erzeugen dann mithilfe einer Membran Schallwellen und schon können wir hören, was auch immer wir der Anlage vorher gefüttert haben.

Wie das, was aus den Boxen kommt, klingt, hängt dabei von vielen Faktoren ab. Neben der Qualität der Aufnahmen, des Verstärkers, der Kabel (dazu hier mehr) und der Membranen, spielt auch die Bauart der Boxen selbst eine große Rolle.

Ob Standlautsprecher oder Kompaktboxen die bessere Wahl sind? Hier die wichtigsten Infos:

Kompaktboxen:

Die mohr KL20 Kompaktlautsprecher (Foto: Produktbild / amazon.de)

Kompaktboxen sind praktisch – that's it. Sie können einfach ins Regal gestellt werden und brauchen damit vergleichsweise wenig Platz und integrieren sich gut in die bestehende Raumstruktur. Allerdings haben sie den Ruf basstechnisch eher schlapp zu sein.

Bis zu einem gewissen Grad ist das auch richtig. Gerade der Klang des Tieftonbereichs einer Box wird maßgeblich von ihrer Geometrie und ihren Dimensionen beeinflusst. Es gilt die Faustregel: Mehr Masse und Raum bedeutet mehr Bass.

Aber: Mit der Zeit ist die Kompakt-Bauart immer besser geworden. Durch ausgeklügelte Konstruktionen können mittlerweile auch kleine Boxen beeindruckend druckvoll sein. 

Außerdem kann man mit einfachen Maßnahmen von außen nachhelfen:

Durch einen geringen Wandabstand im Regal erhöht sich zum Beispiel der Bassdruck hinter der Box und sie klingt fetter. Schließt ihre Front dann auch noch bündig mit der Regalkante ab, wird es sogar noch ein wenig druckvoller. Wem das nicht noch nicht reicht, der kann zusätzlich auch einfach noch einen Subwoofer kaufen und die bisher fehlenden Tieftöne von ihm organisieren lassen.

Standlautsprecher:

Die Teufel Ultima 40 Mk2 (Foto: Produktbild / amazon.de)

Standlautsprecher klingen gut. Standlautsprecher klingen vor allem fett. Bass ist für die große Bauart von Boxen in der Regel kein Problem. Das ist wunderbar, wenn es funktioniert. Es macht ihren Einsatz aber manchmal auch schwierig.

In einem Raum, der kleiner als 10 qm groß ist, ist beispielsweise definitiv von Standboxen abzuraten. Hier erzeugen sie viel zu viel Schalldruck und Interferenzen, so dass, statt einem klaren Klingbild, meistens eher ein unangenehmer Tonmatsch entsteht.

Außerdem muss so ein Standlautsprecher erstmal irgendwo aufgestellt werden. Das bedeutet, es muss zusätzlicher Raum neben den Möbeln frei sein, in dem sich der Ton frei entfalten kann. Im Zweifel bedeutet das, dass sich die Raumstruktur nach den Boxen richtet und nicht andersherum. 

Das ist vor allem wichtig, weil durch einen zu geringen Wandabstand starke Resonanzen auftreten können, die zu einem unangenehmen Brummen führen und das Musikhören unmöglich machen. Außerdem sollte für einen guten Klang möglichst kein Hindernis zwischen dem Hörer und dem Lautsprecher stehen.

Fazit:

In der Frage, welche Lautsprecher am besten passen, lässt sich keine eindeutige Antwort geben.

Prinzipiell können Standboxen mehr leisten. Allerdings muss für ihren Einsatz auch das Umfeld passen. Wenn genug Platz vorhanden ist und man kein Problem damit hat, die Möbel nach der Anschaffung der Boxen im Notfall umstellen zu müssen, sind sie die richtige Wahl.

Ist der Platz eher eingeschränkt und man möchte trotzdem guten Sound haben, dann können auch vernünftige Kompaktlautsprecher überzeugen. Vor allem, wenn man die oben erwähnten Tricks bei ihrer Aufstellung beachtet und eventuell noch ein wenig Geld für einen zusätzlichen Sub zur Seite legt.

Damit die gekauften Boxen auch ein vernünftiges Eingangssignal bekommen, haben wir hier mal die besten Plattenspieler für den kleinen Geldbeutel zusammengetragen.

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