Bei der diesjährigen Brit Awards-Verleihung in Manchester wurde die britische Sängerin Olivia Dean zur herausragenden Gewinnerin des Abends gekürt. Wir stellen die Durchstarterin vor.
Die 26-jährige Künstlerin nahm vier Auszeichnungen entgegen, darunter die prestigeträchtigen Preise für „British Artist of the Year“, „Album of the Year“, „Best Pop Act“ sowie „Song of the Year“ für ihre Zusammenarbeit mit Sam Fender bei „Rein Me In“. Damit setzte sie sich in mehreren zentralen Kategorien gegen starke Mitbewerber durch und bestätigte ihre Rolle als eine der prägendsten Stimmen der britischen Pop- und Soulmusik der Gegenwart.
Biografie von Olivia Dean
Olivia Lauryn Dean wurde am 14. März 1999 im Londoner Stadtteil Haringey geboren. Schon in ihrer Kindheit spielte Musik eine prägende Rolle, beeinflusst von der musikalischen Vorliebe ihrer Eltern für Soul, Pop und klassische Singer-Songwriter. Sie wuchs in Highams Park auf und zeigte früh Interesse am Gesang und an Instrumenten wie Klavier und Gitarre.
Frühe Jahre und Ausbildung
Dean besuchte die renommierte BRIT School, eine Institution, die für die Ausbildung zahlreicher späterer Stars der britischen Musikszene bekannt ist. Dort vertiefte sie ihre musikalischen Fähigkeiten und knüpfte erste Kontakte zur Musikwelt. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst als Backingsängerin für die Band Rudimental, bevor sie ihre Solokarriere vorantrieb.
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Karrierebeginn und erste Erfolge
Im Jahr 2019 unterschrieb Olivia Dean einen Plattenvertrag bei EMI Records. Erste Aufmerksamkeit erregte sie mit frühen Singles und kleineren Projekten, doch ihr Durchbruch kam mit dem Debütalbum „Messy“ (nicht zu verwechseln mit dem glechnahmigen Hit ihrer Kollegin Lola Young) im Jahr 2023. Das Album, das von kritischer Seite gelobt wurde, brachte ihr erste Auszeichnungen ein und führte zu einer Mercury Prize-Shortlist-Nominierung, einem der angesehensten britischen Musikpreise.
„The Art of Loving“ und internationale Anerkennung
Der wirkliche internationale Durchbruch gelang Olivia Dean mit ihrem zweiten Studioalbum „The Art of Loving“, das im September 2025 veröffentlicht wurde. Das Album vereint Elemente aus Pop, R&B, Soul und Jazz und thematisiert verschiedene Facetten der Liebe mit Ehrlichkeit und emotionaler Tiefe. Die Single „Man I Need“ entwickelte sich zu einem der größten Hits ihrer Karriere, erreichte hohe Chart-Positionen im Vereinigten Königreich und den USA und machte Dean zur ersten britischen Solo-Künstlerin, die gleichzeitig mit vier Songs in den UK Top 10 vertreten war.
Auszeichnungen und Meilensteine
Der Januar und Februar 2026 markieren für Olivia Dean einige der größten Erfolge ihrer noch jungen Karriere. Im Februar gewann sie bei den Grammy Awards in Los Angeles den Preis als „Best New Artist“, eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen, die ihr ein weltweites Publikum öffnete und ihre künstlerische Bedeutung herausstellte. Kurz darauf triumphierte sie bei den Brit Awards 2026, wo sie als große Siegerin des Abends aus der Zeremonie hervorging und mehrere Hauptkategorien dominierte.
Stil und künstlerische Identität
Musikalisch bewegt sich Olivia Dean in einem Spannungsfeld aus Neo-Soul, Pop, R&B und Jazz, getragen von einer klaren, souligen Stimme und einer Songwriting-Haltung, die persönliche Geschichten mit breiter emotionaler Gültigkeit verbindet. Ihre Songs thematisieren Liebe, Verletzlichkeit und Selbstfindung, oft mit einem feinen Gespür für Melodie und Rhythmus. Zu ihren Einflüssen zählen Künstlerinnen wie Lauryn Hill, Amy Winehouse, Joni Mitchell und Aretha Franklin.
Persönliches und öffentliche Präsenz
Abseits der Musik ist Dean auch als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens präsent. Sie war Markenbotschafterin großer Modehäuser und nutzte ihre Plattform zunehmend für Themen wie Diversität und Repräsentation in der Musikindustrie. Ihre Herkunft als Tochter eines jamaikanischen-guyanischen Mutterteils und eines englischen Vaters prägt ihr Selbstverständnis und beeinflusst ihre öffentliche Rolle als Künstler.
Olivia Dean auf Tour
- 20.05.2026 ZÜRICH, Hallenstadion Tickets