Spotify Family: Streaming ab 2,50 Euro – so wenig kostet Spotify

Billiger geht nicht: Mit Spotify Family sinken die Kosten für ein Streaming-Abo auf 2,50 Euro pro Person im Monat.


So günstig war Musik noch nie: Spotify bietet für 15 Euro ein „Family“-Abo für bis zu sechs Personen. Damit es keinen Stress gibt, wenn der eine lieber Heavy Metal und der andere lieber Kuschelrock hört, bleiben die Konten vollkommen getrennt voneinander nutzbar.


Spotify Webplayer (Foto: Anbieter)
Spotify Webplayer (Foto: Anbieter)

Das heißt, alle Playlisten bleiben für jeden Nutzer individuell erhalten, selbst wenn man mit einem bestehenden Konto zu einem Familiy-Konto wechseln möchte. So kann man sich ohne Risiko die Kosten für ein Spotify Premium Abo teilen. Und wenn jemand aus dem Family-Account raus möchte, nimmt er sein Profil mit allen Playlists und Favoriten einfach mit.

Die Vertragsbedingungen von Spotify Family sind relativ einfach und kurz gehalten:

1. Ein Nutzer schließt als Hauptnutzer einen Vertrag mit Spotify für 14,99 Euro/Monat und kann dann bis zu fünf weitere Nutzer einladen, diesen Account zu nutzen. Der Hauptnutzer bezahlt das Abo und muss seine Kontodaten angeben.

2. Haben die eingeladenen Nutzer mit ihrer Mailadresse bereits einen eigenen Account bei Spotify (egal ob Premium oder nicht), wird dieser automatisch umgewandelt, sobald sie die Einladung für den Family-Account annehmen. Weitere Einstellungen sind nicht nötig. Alle Profile bleiben erhalten, unabhängig davon für welches Paket jemand angemeldet ist.

3. Kündigt der Family-Hauptnutzer seinen Vertrag oder löscht einen Family-Nutzer, werden diese Profile zu einem kostenlosen Spotify Account umgewandelt. Das heißt, Konto und Playlists bleiben auch nach Vertragsende erhalten. Somit wird das Risiko ausgeschlossen, dass man seine Sammlungen und Playlisten verliert, wenn man nicht mehr selbst der Inhaber ist.

Einschränkung: Spotify Family Nutzer müssen unter einem Dach wohnen

Ließ Spotify zunächst auch Freunde zum Family-Account hinzufügen, schränkt es das Angebot nun für Familien, WGs und Nachbarn mit der gleichen Adresse ein. Unter „Konto“ fragt Spotify bestehende Nutzer, die  nach ihrer Adresse. Stimmt diese nicht mit dem Hauptnutzer überein, werden alle weiteren Nutzer zu Spotify Free Nutzern umgewandelt, das heißt, es bleibt zwar kostenlos, wird aber durch lästige Audio-Werbung für viele Nutzer wertlos. 

Wer seine Adresse einfach nicht angibt, kann den Account bisher ganz normal weiter nutzen, kann aber auch keine weiteren Family-Mitglieder mehr hinzufügen oder ändern. Darüber hinaus überprüft Spotify auffällige Accounts und versendet Mails, in der um Klärung gebeten wird. Reagieren die Family-Abonnenten nicht darauf, kann ihr Account gesperrt werden.


Wie kann man weitere Nutzer für Spotify Family hinzufügen?

  • Der Hauptnutzer wechselt unter „Konto“ zu Spotify Family und zahlt ab dann 14,99 statt 9,99 Euro im Monat. 
  • Er kann dann unter „Einstellungen/Premium Family“ bis zu 5 weitere Mitglieder einladen.
  • Die Family-Mitglieder haben jeweils ein eigenes Spotify-Profil, nur die Abrechnung für die Kosten läuft nur über den Kontoinhaber.
  • Die Family-Mitglieder müssen dieselbe Wohnadresse haben.
  • Family-Mitglieder die bereits einen bestehenden Spotify Account haben behalten ihren Account, nur die Zahlung wird auf den Hauptnutzer geändert. Auch Premium Mitglieder müssen nichts weiter machen.
  • Der Hauptnutzer hat jederzeit das Recht, die bestehenden Mitglieder zu löschen oder zu ersetzen.
  • Werden Family Nutzer vom Hauptnutzer aus irgendwelchen Gründen gelöscht, werden ihre Profile automatisch zu kostenlosen Spotify Accounts umgewandelt und bleiben mitsamt aller Playlists komplett erhalten. Der Wechsel ist also für alle Beteiligten völlig einfach und risikofrei. Verloren geht nichts, so lange man sein persönliches Konto nicht löscht.

Künstler sind nicht einverstanden gegen geringe Umsätze mit Spotify

Natürlich gibt es auch Kritik an den Kampfpreisen von Spotify: für 2,50 Euro im Monat Millionen von Alben und Songs anhören zu können, kann für Künstler kein gutes Geschäftsmodell sein. Diese bekommen pro Stream gerade einmal 0,0025 und 0,0042 Cent. 

Um also einen bescheidenen Lebensunterhalt mit Spotify verdienen zu können, müsste die Musik eines Künstlers rund 1 Million Mal pro Monat gestreamt werden. Damit hätte man locker eine Platin-Single, was nur wenige Künstler erreichen.

Zudem pusht Spotify in seinen großen Playlists natürlich hauptsächlich Hits und verschafft großen kommerziellen Acts damit noch mehr Aufmerksamkeit, während die künstlerisch anspruchsvolleren Acts fast unsichtbar blieben.

Der lächerlich geringe Preis von Spotify geht also voll auf die Kosten der Künstler, während sich Spotify trotz des billigen Aboangebots durch weltweit über 158 Millionen zahlende Kunden trotzdem eine goldene Nase verdient. 

Dass sich an diesem System etwas verändern wird, ist angesichts der Marktmacht von Spotify nicht abzusehen. Wer seinen Lieblingskünstlern also etwas Gutes tun möchte, streamt ihre Musik nicht nur auf Spotify, sondern kauft Tonträger und Konzerttickets, denn nur davon kommt bei den Künstlern wirklich etwas an. 

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Udo Raaf

Udo Raaf gründete Tonspion im Jahr 1999 als ersten MP3 Blog weltweit. Heute betreibt er die Online Marketing Agentur ContentConsultants und berät Unternehmen und Organisationen.