Miserable Monday: Playlist von Varley

Die Playlist für den Wochenstart. Heute mit Musik von Billie Eilish, Angus & Julia Stone und Death Cab For Cutie.

Pic by Max Zdunek

Wer meine Sendung hin und wieder hört, ist mit Sicherheit schon über die Band Varley gestolpert. Das Trio um die in Dublin geborene Frontfrau Claire-Ann Varley und ihre deutschen Bandkollegen Joschka Bender und Matthias Heising tauchte letztes Jahr irgendwann in meinem Postfach auf und hat mich seitdem nicht mehr so richtig losgelassen. Melancholisch-warmer Indie-Dreampop mit wunderschönen Vocals und Geschichten, die von Zerrissenheit und Zweifeln erzählen und dabei trotzdem Mut und Optimismus versprühen – so könnte man die Songs beschreiben, die die drei bisher veröffentlicht haben. Und damit sind sie beim Miserable Monday natürlich genau richtig. 

Ihre Musik ist ein ehrliches und unverfälschtes Ventil, und die kathartische Natur ihres Songwritings ist eine, die es zu verteidigen gilt. „Ich habe das Gefühl, dass ich oft viele meiner Gefühle nicht wirklich verarbeite, aber dann jamme ich einfach mit einer Gitarre und die Dinge kommen heraus. Diese Jungs sind meine besten Freunde, also ist es einfach, ihnen gegenüber offen zu sein.“ sagt Claire-Ann mit. 

Da alle Mitglieder mehrere Instrumente spielen, sind Varley eine kollaborative Einheit durch und durch. 2019 veröffentlichten sie ihre Debüt-EP „Phantom Studies“; eine Reihe von Tourneen und eine virale Spotify-Chartplatzierung der ersten Single „Roamer“ bestätigten, dass sie etwas richtig machen.

Diesen Freitag (17.09.21) erscheint nun ihr Debütalbum „Smalltalk & DMCs“, das 2020 im Schatten des ersten Lockdowns geschrieben und aufgenommen wurde. 

Nach allem, was die drei bisher veröffentlicht haben, wundert es nicht, dass ich das Album direkt nach dem erst

Wer meine Sendung hin und wieder hört, ist mit Sicherheit schon über die Band Varley gestolpert. Das Trio um die in Dublin geborene Frontfrau Claire-Ann Varley und ihre deutschen Bandkollegen Joschka Bender und Matthias Heising tauchte letztes Jahr irgendwann in meinem Postfach auf und hat mich seitdem nicht mehr so richtig losgelassen. Melancholisch-warmer Indie-Dreampop mit wunderschönen Vocals und Geschichten, die von Zerrissenheit und Zweifeln erzählen und dabei trotzdem Mut und Optimismus versprühen – so könnte man die Songs beschreiben, die die drei bisher veröffentlicht haben. Und damit sind sie beim Miserable Monday natürlich genau richtig.

Ihre Musik ist ein ehrliches und unverfälschtes Ventil, und die kathartische Natur ihres Songwritings ist eine, die es zu verteidigen gilt. „Ich habe das Gefühl, dass ich oft viele meiner Gefühle nicht wirklich verarbeite, aber dann jamme ich einfach mit einer Gitarre und die Dinge kommen heraus. Diese Jungs sind meine besten Freunde, also ist es einfach, ihnen gegenüber offen zu sein.“ sagt Claire-Ann mit.

Da alle Mitglieder mehrere Instrumente spielen, sind Varley eine kollaborative Einheit durch und durch. 2019 veröffentlichten sie ihre Debüt-EP „Phantom Studies“; eine Reihe von Tourneen und eine virale Spotify-Chartplatzierung der ersten Single „Roamer“ bestätigten, dass sie etwas richtig machen.

Diesen Freitag (17.09.21) erscheint nun ihr Debütalbum „Smalltalk & DMCs“, das 2020 im Schatten des ersten Lockdowns geschrieben und aufgenommen wurde.

Nach allem, was die drei bisher veröffentlicht haben, wundert es nicht, dass ich das Album direkt nach dem ersten Hören auf meine Liste „Record Of The Year“ gepackt habe. Dennoch kann man nicht so richtig glauben, dass es erst das DEBÜTalbum der Band ist. Denn die Songs sind so auf den Punkt clever arrangiert und produziert, dass man das Gefühl hat, die drei spielen schon Jahre zusammen. Catchy Gitarrenmelodien, groovige Basslines und breite Synthieflächen geben sich mühelos die Hand, während Claire-Anns Stimme mal schmerzlich, mal federleicht wie ein roter Faden durch die 13 Songs leitet. Ich bin verzaubert und gefangen in einer wunderschönen Dauerschleife. Freut euch drauf!

Varley - Misery (Official Video)

DIE PLAYLIST

Joni Mitchell – A Case Of You 

Einer meiner absoluten Lieblingssongs von einem meiner absoluten Lieblingsalben, Blue. Ein Lied, das davon handelt, dass die anfängliche Verliebtheit verpufft ist und die Romanze zerbröckelt ist.

Elliott Smith – Somebody That I used To Know

Vergiss es und bleib cool, auch wenn du verletzt bist. Das ist es, was ich höre, wenn ich dieses Lied anhöre. Man kann hören, dass er Schmerzen hat, aber versucht, lässig zu sein, indem er sagt: “You’re just somebody that I used to know”

Angus & Julia Stone – I’m Not Yours

Sehen Sie sich das Video zu diesem Song an und versuchen Sie, nicht um die arme Katze zu weinen. Wir lieben Angus & Julia Stone.

Death Cab For Cutie – I will Follow You into the Dark

“Love of mine, someday you will die but I’ll be close behind. I’ll follow you into the dark”

Was für eine Zeile um einen Song zu eröffnen. Ein Liebeslied, das vom unvermeidlichen Tod des Partners handelt und von dem Gefühl, ohne ihn nicht leben zu wollen. Das ist universell, und ich glaube, dass dieses Lied deshalb bei so vielen Menschen Anklang findet.

No Doubt – Don’t Speak

Was können wir über diesen Klassiker sagen, was nicht schon gesagt wurde? Es ist einfach ein so schlechtes Gefühl, wenn man schon weiß, was kommen wird, es sich aber nicht eingestehen oder anhören will. Und der Song selbst ist einfach soooo gut.

Billie Eilish – I love you

So eine Melodie. Ich liebe liebe liebe liebe, wie die Melodie im Refrain immer weiter ansteigt, bis sie in dem herzzerreißenden „I love you“ endet. Und die Flugzeug-Hintergrundgeräusche in der zweiten Strophe lassen mich erschaudern.

Kojaque, Kean Kavanagh – Eviction Notice

Als ich dieses Lied zum ersten Mal hörte, konnte ich den Herzschmerz spüren. Dieses Herzzerreißen, über das man nie hinwegkommt, diese Art von Herzschmerz. Ich glaube, die meisten von uns haben das mindestens einmal in ihrem Leben erlebt, und es hat mich direkt an meine erste Erfahrung mit Herzschmerz erinnert.

Mazzy Star – Fade Into You

Der Text ist ein wenig kryptisch, aber meine Interpretation dieses Liedes ist, dass man für jemanden da sein möchte, der nicht in der Lage ist, jemanden an sich heranzulassen.

Soko – First Love Never Die

Ein Freund von mir sagte einmal, nachdem er sich von seiner ersten ernsthaften Langzeitfreundin getrennt hatte, wie viel Angst er davor hatte, dass der Titel dieses Liedes wahr sein könnte. Der Gedanke, dass der Schmerz dieser ersten Trennung nie aufhören könnte, ist einfach ein so trauriges Gefühl.

Jeff Buckley – Lover, You Should’ve Come Over

Es ist unmöglich, dieses Lied zu hören, ohne seinen Herzschmerz zu spüren. Obwohl man vermuten könnte, dass er es sich selbst zugefügt hat, hört man seine Qualen, sein Bedauern und einen kleinen Hoffnungsschimmer. 

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Martin Hommel

Martin ist 32, lebt in Leipzig und ist Radiomacher und Musikliebhaber. Für den Tonspion schreibt er die wöchentliche Kolumne "Miserable Monday".