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10 Fragen an… Culture Wars (Interview, Album & Tour 2026)

Mit „Don’t Speak“ haben Culture Wars ihr Debütalbum veröffentlicht, das sie endgültig aus dem Status eines Geheimtipps herausholt. Wir haben die texanische Band nach ihren wichtigsten Einflüssen befragt.

Culture Wars haben in den vergangenen Jahren ein beachtliches Tempo vorgelegt, vom ersten Top-20-Hit im Alternative-Radio bis zu ausverkauften Headliner-Touren in den USA und Großbritannien. Parallel dazu standen sie als Support für Acts wie Maroon 5 oder Keane auf großen Bühnen und haben sich ein internationales Publikum erspielt.

Im Zentrum des Albums steht die Auseinandersetzung mit Identität, Selbstzweifeln und dem langsamen Prozess des Erwachsenwerdens.

Frontmann Alex Dugan beschreibt „Typical Ways“ als wütenden Brief an sein früheres Ich, andere Songs wie „Lies“ oder „Bittersweet“ kreisen um Liebeskummer, Vertrauensverlust und die Einsicht, dass sich Lebenswege selten geradlinig entwickeln. Klanglich verbinden Culture Wars Alternative-Rock mit Einflüssen aus den Achtzigern, Country und Surf, mit einem Sound, der gleichermaßen für Clubs und große Hallen gedacht ist.

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Im Interview spricht die Band über erste musikalische Erinnerungen, prägende Alben, Songwriting-Prozesse und die ambitionierten Ziele, die sie sich für die kommenden Jahre gesetzt hat.

Was ist der erste Song, an den du dich erinnerst? Woran erinnerst du dich?

„Twist and Shout“ von den Beatles. Es gibt Heimvideos von mir mit zwei Jahren, wie ich in Windeln dazu singe.

Welche Platte hast du dir als erstes selbst gekauft? Wie hat sich das angefühlt?

Etwas seltsam vielleicht, aber es war „Chocolate Starfish“ von Limp Bizkit. Davor hat mir meine Mutter allerdings ihre „Nevermind“-CD von Nirvana gegeben.

Was war dein erstes Konzert als Besucher? Wie war die Erfahrung?

Die Top Tracks der Woche von TONSPION – jetzt auch auf Qobuz hören. Jeden Freitag neu!

Destiny’s Child auf dem Rodeo. Ich war noch sehr jung und erinnere mich kaum daran, aber ich weiß noch, dass ich als Cowboy verkleidet war.

Wie bist du zur Musik gekommen?

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Beide meiner Eltern waren Musiker. Bei uns zu Hause war Musik immer präsent. Als ich den Jungen in „Blues Brothers 2000“ gesehen habe, wollte ich einfach genau dieser Junge sein.

Welche Künstler haben dich am meisten geprägt? Mit wem würdest du gern zusammenarbeiten? Warum?

Die Beatles, die Stones, Jimi Hendrix, U2, New Order, INXS … und viele andere. Ich bin ständig auf der Suche nach Inspiration und fühle mich je nach Phase zu unterschiedlichen Dingen hingezogen.

Warum machst du Musik?

Um etwas zu erschaffen, das mich überlebt. Ich mache Musik aus Spaß und liebe es aufzutreten, aber da steckt wohl auch ein bisschen Todeskomplex dahinter, lol.

Wie machst du Musik?

Auf viele verschiedene Arten. Entweder singe ich zu Gitarrenparts, die die Band geschrieben hat, oder ich arbeite einen Song allein auf der Akustikgitarre aus und bringe ihn dann zur Band mit. Beides hat auf dem Album funktioniert.

Was möchtest du mit deiner Musik erreichen?

So viele Abende wie möglich das Wembley-Stadion ausverkaufen.

Was ist bisher dein bester Song?

Darüber lässt sich streiten , am stolzesten bin ich auf „Tokyo“, aber kommerziell haben „Typical Ways“ und „Don’t Speak“ unsere Karriere am meisten verändert.

Woran arbeitest du gerade? Was kommt als Nächstes?

Wir veröffentlichen gerade unser Debütalbum und setzen unsere Welttournee fort, kündigen weitere Termine an und irgendwann richte ich meine Aufmerksamkeit dann auf ein zweites Album.

Mit „Don’t Speak“ veröffentlichen Culture Wars ihr erstes Album über AWAL und setzen damit einen klaren Markstein in ihrer bisherigen Laufbahn. Die Platte versammelt Songs, die aus sehr unterschiedlichen biografischen Momenten entstanden sind und dennoch eine geschlossene Erzählung bilden. „In the Morning“ etwa blickt aus der Perspektive eines früheren Ichs auf Einsamkeit und nächtliche Fehlentscheidungen zurück, während „Bittersweet“ die nüchterne Erkenntnis verarbeitet, dass das Leben selten exakt den eigenen Erwartungen folgt. „Typical Ways“ wiederum entstand in einer Phase persönlicher Turbulenzen und trägt entsprechend konfrontative Züge.

Parallel zur Albumveröffentlichung baut die Band ihre Live-Präsenz weiter aus. Die erste Etappe der weltweiten Headliner-Tour startete im Mai. Im Juli stehen Konzerte in Hamburg, Berlin, Wien und München an.

Culture Wars Tourdaten 2026

  • 12.07. Hamburg, DE @ Molotow
  • 16.07. Berlin, DE @ Mikropol
  • 21.07. Wien, AT @ Szene
  • 22.07. München, DE @ Strom