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Kreidler – Schemes (Album der Woche)

ALBUM DER WOCHE Kreidler, der international gefeierte Ambient-Electronica-Act aus Berlin/Düsseldorf, veröffentlicht mit „Schemes“ sein mittlerweile neuntes Album: Darauf finden wir uns in atmosphärische Klangräumen wieder, verbunden durch einen hypnotischen federnden Groove.

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Es pulsiert und pluckert auf dem neuen Album von Kreidler, dessen Sound zwischen Techno, Pop, Avantgarde, Post-Rock, Ambient und Electronica schillert. Ihr neuestes Werk nannten sie übersetzt Schema, Plan, Projekt und all das findet sich auf „Schemes“ wieder, wenn die Tracks wie in architektonische Ambienträume angelegt wirken und in gewisser Weise verbunden klingen.

Dennoch ist das alles nicht schematisch – denn Kreidler klangen lange nicht so entspannt. Geradezu beschwingt entfalten die Songs einen Sog, der geradezu zum Tanz lädt. Zuweilen erinnert das an die Experimentierfreude von Acts wie The Notwist, Mouse on Mars oder auch Tortoise. Dazu umgeben die neuen Kreidler-Tracks eine warme Brise, genährt von den vielen Natur- und Außenaufnahmen.

Das eindringlich euphorische Stück „Fenix“ mit dem befreundetet Musiker Leo Garcia aus Buenos Aires als Gastsänger ist beispielsweise auf solch einem beeindruckenden Fieldrecording aufgebaut. Epische wie ätherische Ambient-Flächen finden sich ebenfalls wie in „Via Da Me“, das an Tangerine Dream erinnert.

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Herzstück des Albums ist aber das spacig-krautige Electro-Stück „Marble Upset“, in dem sich Synthesizer-Läufe überlagern, und sanft kollidieren, wie in einem verschollenen Kraftwerk-Song. Und dennoch wiederlaufen Kreidler solchen „Mensch-Maschine“-Erwartungen – wo der Titel Gestaltung andeutet, zerlegen die Songs auf „Schemes“ jegliches starre Konstrukt und verlieren sich in verspielten Melodien, die federnd und federleicht daher kommen.

Kreidler live

29.05. FFT, Düsseldorf

30.05. Hafen 2, Offenbach am Main

17.06. mit Timuçin Duendar, maķām, Berlin [Project Space Festival]

25.06. Kohi, Karlsruhe

Biografie Kreidler

Die Band Kreidler wurde Mitte der 1990er-Jahre in Düsseldorf gegründet und gilt als eine der prägenden Gruppen der elektronischen Avantgarde- und Post-Rock-Szene Deutschlands und ist auch ein international anerkannter sowie gefeierter Act. Die Gruppe verbindet Elemente aus Krautrock, Techno, Ambient und experimenteller Elektronik zu einem minimalistischen, oft hypnotischen Sound.

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Zu den Gründungsmitgliedern zählen Thomas Klein, Andreas Reihse, Detlef Weinrich und Stefan Schneider, wobei sich die Besetzung im Laufe der Jahre mehrfach veränderte. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Kreidler mit Alben wie „Weekend“, „Appearance and The Park“ oder „Mosaik 2014“, die für ihre atmosphärischen Klanglandschaften und kunstvollen Arrangements gelobt wurden.

Kreidler arbeitete zudem mit KünstlerInnen, FilmemacherInnen und visuellen Medienprojekten zusammen und ist bis heute für seine experimentelle Herangehensweise bekannt. Die Band gilt als wichtiger Vertreter moderner deutscher Elektronikmusik mit starkem Einfluss der klassischen Krautrock-Tradition.

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Diskografie Kreidler

1994: Riva

1996: Weekend (1999: amerikanische Version)

1997: Re-Sport (1998: japanische Version)

1998: Appearance and The Park (1999: amerikanische Version)

1999: Mort Aux Vaches (Live im Radio VPRO, Dezember 1997)

2000: Kreidler (2000: amerikanische Version)

2002: Eve Future

2004: Eve Future Recall

2009: Mosaik 2014

2011: Tank

2012: Den

2014: ABC

2017: European Song

2019: Flood

2022: Spells And Daubs

2024: Twists (A Visitor Arrives)

2026: Schemes