Der mehr als fünfminütige Track verbindet reduzierte Patterns und treibende Basslinien mit einem mantraartigen Gesang. Dabei kreist der Song um eine einfache, aber offene Frage: Wer sieht, kennt und findet heute eigentlich noch Freiräume?
Wie das gesamte Album entstand „Free Space?“ aus einer Sammlung von Bildern, die OY während ihrer Tourneen in verschiedenen europäischen Städten gesammelt haben. Straßenpoesie, Street Art und gesellschaftspolitische Botschaften auf Mauern werden dabei zum Ausgangspunkt für neue Musik. Die Message „Free Space?“, die Joy Frempong und Melodydreamer in den Gassen Venedigs entdeckten, verwandelten sie direkt vor Ort in ihrem mobilen Jam-Studio in einen Song.

Musikalisch bewegt sich OY seit mehr als einem Jahrzehnt zwischen Electronica, Afrobeats, Avant-Pop und Jazz. „Afrokraut“ wurde der Sound des Duos bereits in der Vergangenheit genannt, auch „Free Space?“ verbindet diese Einflüsse zu einem eigenwilligen Groove. Der wiederholte Gesang lässt dabei bewusst Raum für eigene Gedanken, während die Musik einen für einige Minuten aus dem Alltag herauszieht.
Joy Frempong und Melodydreamer leben beide in Berlin und arbeiten neben OY auch in unterschiedlichen musikalischen und künstlerischen Bereichen. Frempong, in Ghana geboren und in der Schweiz aufgewachsen, ist als Sängerin und Komponistin zwischen Jazz, Elektronik, experimenteller Musik und Pop aktiv. Melodydreamer arbeitet als Produzent, Sänger, Songwriter und Komponist für Theater, Tanz und Film. Mit OY standen beide bereits auf internationalen Bühnen, darunter beim Montreux Jazz Festival, bei Transmusicales, Paléo, SXSW, Sonar und der Musikbiennale Venedig.
„Free Space?“ gibt einen ersten Einblick in „Messages From Walls“, das auf den gesammelten Botschaften aus dem öffentlichen Raum aufbaut. OY machen daraus Musik und bleiben dabei ihrem Ansatz treu, musikalische Grenzen ebenso spielerisch zu hinterfragen wie gesellschaftliche. Die Musik erscheint auf dem Münchner Elektronik-Label Compost Records.
