Das New Yorker Post-Rock-Electronica-Projekt Son Lux fasziniert auf „Out Into“ mit Songs zwischen Sinnlichkeit und Struktur: Neo-Soul trifft auf Electronica in diesem detailverliebten dringlichen Album zwischen Hot Chip und Radiohead.
Ryan Lott, Rafiq Bhatia und Ian Chang kehren nach ihrer in der Pandemiezeit entstandenen epischen „Tomorrows“-Trilogie und großen oscarnominierten Filmmusikarbeiten wie „Everything Everywhere All At Once” als Trio mit ihrem ersten „richtigen“ Studioalbum seit 2018 zurück. „Out Into“ tröstet mit seinen sinnlichen wie souligen Melodien über diese lange Wartezeit hinweg.

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“We’ll find our way” heißt es in „Out Into Us”, das den Albumtitel minimal um ein Wort und doch maximal im Sinn erweitert: Und die Musik findet instinktiv ihren Weg – Dringlich und detailverliebt wie alle Tracks des neunten Son-Lux-Albums schwebt auch dieser Song zwischen Neo-Soul und Psych-Folk sowie Electronica und Experiment dahin, versetzt mit vertrackten Breaks.
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Entstanden ist „Out Into“ aus mitreißenden Momenten gemeinsamer Improvisation, was die Songs sehr energetisch und emotional macht. Dennoch pulsieren clevere und coole Strukturen unter dem zuweilen sehnsüchtigen wie souligem Gesang.
Hot Chip meets Radiohead, Sufjan Stevens jammt mit Björk und zum philosophisch pluckernden Sound gesellt sich mal jazzig Angehauchtes oder abstrakter Hip-Hop.
Die Songs von Son Lux klingen dabei stets wie mühelos hingeworfene Miniatur-Orchesterwerke, opulent instrumentiert, mit an jeder Ecke lauernden Breaks, zerhackten wie zärtlichen Melodien und viel Raum für große Pop-Momente.
Damit entzieht sich der Artpop von Son Lux nicht nur Genrekonventionen, sondern auch gewohnten Hörstrukturen, so dass „Out Into“ nicht nur intellektuelles Vergnügen ist, sondern auch Emotionen aufbricht.
Am 27. Oktober spielen Son Lux ein Deutschland-Konzert im Huxleys in Berlin, das man nicht verpassen sollte.
Biografie Son Lux
Son Lux ist eine US-amerikanische Experimentalband, die 2008 zunächst als Soloprojekt des Musikers und Komponisten Ryan Lott in New York gegründet wurde. Mit einer Mischung aus elektronischer Musik, Indie, Alternative und orchestralen Elementen entwickelte Son Lux einen unverwechselbaren, atmosphärischen Klang.
Ab 2012 wurde Son Lux zur festen Band erweitert: Rafiq Bhatia an der Gitarre und Ian Chang am Schlagzeug wurden zu zentralen Mitgliedern. Gemeinsam verbanden sie elektronische Klangexperimente mit ungewöhnlichen Rhythmen, Samples, Streichern und komplexen Arrangements.
International größere Bekanntheit erlangte Son Lux unter anderem durch die Musik zum Science-Fiction-Film „Everything Everywhere All at Once“ (2022), für dessen Soundtrack die Band gemeinsam mit anderen Künstlern verantwortlich war. Der Soundtrack wurde für einen Oscar nominiert und trug wesentlich dazu bei, Son Lux einem breiteren Publikum bekannt zu machen.
Zu den wichtigen Alben der Band zählen „Lanterns“ (2013), „Bones“ (2015), „Brighter Wounds“ (2018) sowie die ambitionierte Album-Trilogie „Tomorrows“ (2020–2021). Son Lux steht dabei vor allem für einen experimentellen Ansatz, der klassische Songstrukturen immer wieder aufbricht und elektronische, akustische und orchestrale Klangwelten miteinander verbindet.
Diskografie Son Lux
Studio Alben
At War with Walls & Mazes (2008)
We Are Rising (2011)
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Lanterns (2013)
Bones (2015)
Brighter Wounds (2018)
Tomorrows I-III (2020/2021)
Out Into (2026)
Soundtrack albums
Everything Everywhere All at Once (2022)
Thunderbolts (2025)

