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Gaskrise: 10 einfache Tipps zum Energie sparen

    Nicht nur aufgrund der aktuellen Gaskrise lohnt es sich, Energie zu sparen, es entlastet auch die Umwelt. Hier sind 10 Tipps wie wir alle mit einfachen Mitteln Energiekosten, also Heizung, Strom und Warmwasser, sparen können.

    Der Energiebedarf in Deutschland wird laut Bundesnetzagentur 2022 immer noch zu rund 60 Prozent aus Erdgas, Öl und Kohle gedeckt, weil der Ausbau der regenerativen Energien in den letzten Jahrzehnten viel zu langsam vorangegangen ist.

    Mehr als zwei Drittel der Energie werden für das Heizen von Räumen und das Bereiten von Warmwasser verwendet, das restliche Drittel zum Betrieb von Haushaltsgeräten. Dieser Verbrauch lässt sich recht einfach drastisch reduzieren, wenn man einige Dinge beachtet, über die wir uns bisher nie Gedanken gemacht haben.

    1. Digitalen Heizkörperregler installieren

    Wer seine Heizung einfach auf volle Pulle aufdreht, damit es im Winter möglichst schnell warm wird macht schon den ersten teuren Fehler: Die Heizung wird nicht schneller warm, nur weil man sie auf höchste Temperatur schaltet. Stattdessen verbrennt man unnötig Energie. Besser ist es, ein digitales Thermostat zu installieren, das die Raumtemperatur exakt misst und das man per App nach einem individuell definierten Zeitplan an- und ausschalten kann.

    AVM Fritz!Dect 302 Intelligenter Heizkörperregler für das Heimnetz

    Das Thermostat Fritz!Dect übernimmt diese Aufgabe zuverlässig in Zusammenarbeit mit dem W-Lan Router und lässt sich sogar übers Internet aktivieren. So lässt sich die Heizung morgens früh auf eine vorgegebene Temperatur bringen, im Tagesverlauf wieder zurück schalten und abends wieder auf angenehme 20 Grad. Heizen sollte man sowieso nur Zimmer, in denen man sich längere Zeit aufhält. Jedes Grad weniger spart bares Geld!

    2. Raumluft mit Thermometer überwachen

    Um nicht nur Temperatur sondern auch die Luftfeuchtigkeit zu überwachen gibt es günstige digitale Thermo-Hygrometer, die in jedem Zimmer anzeigen, wann es zu trocken, zu feucht oder genau richtig ist. Ist es zu feucht (über 60 Prozent), hilft kurzes Stoßlüften. Bei Trockenheit (unter 40 Prozent) kann man eine Schale mit Wasser auf die Heizung zu stellen.

    Thermo-Hygrometer messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit

    3. LED-Glühbirnen verwenden

    Eigentlich ein No-Brainer, aber wer energiesparende LED-Glühbirnen in alle Leuchten schraubt, verbraucht viel weniger Strom, weil LED keine überflüssige Hitze produzieren und außerdem halten LED Lampen meistens auch viel länger. Alte Glühbirnen sind echte Stromfresser. Einige LED-Lampen lassen sich sogar per App programmieren und kreieren so eine angenehme Lichtstimmung.

    4. Mehrfachsteckdosen mit Stromschalter

    Seien wir ehrlich: wie viele elektronische Geräte wie Drucker, Fernseher, Stereoanlagen oder Küchengeräte hängen pausenlos am Stromnetz und werden so gut wie nie gebraucht? Mit einer Mehrfachsteckdose mit Stromschalter lassen sich diese Geräte einfach bei Bedarf anschalten – und wieder ausschalten. Wem das zu anstrengend ist, für den gibt es die Stromschalter auch per Fernbedienung.

    Auch Stecksdosen lassen sich per App programmieren und nur bei Bedarf anschalten.

    5. Alte Stromfresser entsorgen

    Manche altertümlichen Kühlschränke oder Wäschetrockner verbrauchen unglaublich viel Energie, wenn sie älter sind und nicht mehr den gängigen Energiestandards entsprechen. Insbesondere Kühlschränke laufen rund um die Uhr, deshalb sollte man den Stromverbrauch hier besonders im Auge behalten. Es kann auch helfen, die Temperatur im Kühlschrank mit einem Thermometer zu überprüfen (perfekt sind 7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefrierfach). Auch regelmäßiges Abtauen spart Energie. Wäschetrockner braucht eigentlich kein Mensch, denn die Wäsche trocknet ganz ohne Strom an einem Wäscheständer, den man auch in die Dusche oder die Badewanne stellen kann. Waschmaschinen können übrigens auch ruhig mal laufen bis sie den Geist aufgeben. Der Stromspareffekt neuer Maschinen gleicht den Preis und den Aufwand bei der Herstellung nicht aus.

    6. Luftentfeuchter für angenehmere Raumtemperaturen im Winter

    Wird die Luftfeuchtigkeit durch das Trocknen der Wäsche am Ständer im Bad oder Schlafzimmer im Winter zu hoch, sodass die Gefahr von Schimmelbildung besteht, kann man mit einem sparsamen Luftentfeuchter gezielt nachhelfen. Dadurch trocknet die Wäsche energiesparender als mit einem Wäschetrockner und trotzdem schnell. Gute Geräte kosten um die 150-200 Euro, sind also viel günstiger als ein Wäschetrockner und sie schalten sich automatisch ab, wenn die Luftfeuchtigkeit ein gutes Niveau erreicht hat.

    Luftentfeuchter können einen teuren Wäschetrockner ersetzen

    7. Spar-Duschkopf einbauen

    Ein super günstiger Tipp, wie sich viel Energiekosten für Warmwasser einsparen lässt, ist einen sparsamen Duschkopf zu verwenden. Um trotzdem genug Wasser für eine angenehme Dusche zu haben, empfehlen wir einen großen Duschkopf mit Wasserdruckregulierer. So kann man die gewünschte Durchflussmenge individuell einstellen. So ein Teil kostet gerade mal 20 Euro, kann aber mehr als die Hälfte des mit Gas erhitzten Warmwassers und damit hunderte Euro pro Jahr sparen.

    Duschköpfe mit Durchlaufregulierer sind der perfekte Kompromiss zwischen angenehmen Duschen und Wassersparen

    Auf Vollbäder sollte man bestenfalls ganz verzichten oder zumindest stark einschränken. Übrigens empfehlen Dermatologen sowieso nur maximal 2-3 mal Duschen pro Woche, um den Schutzmantel der Haut nicht zu zerstören. An den anderen Tagen kann auch einfach der gute alte Waschlappen zum Einsatz kommen.

    8. Fenster schließen im Sommer

    Die Sommer in Deutschland werden immer heißer und immer mehr Menschen kaufen sich Klimanalagen, die dann bei offenem Fenster betrieben werden. Das ist nicht nur laut, sondern auch umweltschädlich. Die paar heißen Sommertage pro Jahr lassen sich mit einem leisen Turmventilator gut überbrücken. Außerdem sollten alle Fenster, Vorhänge und Rolladen immer geschlossen werden, wenn es draußen heißer als 25 Grad warm wird, weil sonst die Hitze in die Wohnung dringt und die Wände aufheizt. Offene Fenster kühlen die Wohnung nicht, wenn es heiß ist, ganz im Gegenteil. Sind die Temperaturen nachts unter 25 Grad sollten alle Fenster geöffnet werden, damit die Wohnung wieder auf eine angenehme Temperatur runterkühlt. Damit hat man keine zusätzlichen Kosten.

    9. Topfdeckel beim Kochen verwenden

    Auch wer viel kocht kann Strom oder Gas sparen, indem Topfdeckel verwendet werden. Dadurch bleibt die Hitze, da wo sie hingehört und es wird weniger Energie verbraucht. Auch Kleinvieh macht Mist, sofern man es jeden Tag konsequent macht.

    10. Zu echtem Ökostrom wechseln

    Viele Stromanbieter bieten heute zwar „Ökostrom“ an, investieren aber weiterhin auch fossile Energie oder Atomkraft. Deshalb lohnt es sich, zu einem der wenigen echten Ökostrom-Anbieter zu wechseln, die ausschließlich auf regenerative Energie setzen und nichts mit den großen Stromversorgern zu tun haben. Zu diesen Ökostrom-Vorreitern gehören: Bürgerwerke, EWS Schönau, Green Planet Energy, Naturstrom und Polarstern. Alle anderen Anbieter sind mehr oder weniger abhängig von den großen Stromkonzernen. Der nachhaltige Strom mag noch etwas teurer sein, aber mit dem Wechsel unterstützt man den Ausbau von Wind-, Wasser- und Solarstrom und mit den genannten Stromspartipps muss es dann insgesamt gar nicht teurer werden.

    Energiesparen sollte auch über diesen Winter hinaus das Gebot der Stunde sein, um den Klimawandel mit gemeinsamer Anstrengung aufzuhalten.

    Disclaimer: Alle verlinkten Produkte werden von der Redaktion selbst verwendet. Sie wurden gekauft, getestet und für gut befunden.