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The Strokes – Reality Awaits (Album 2026)

Vor 25 Jahren starten sie einen neuen Indie-Hype: The Strokes aus New York. Nun erscheint mit “Reality Awaits” ihr mittlerweile siebtes Album, auf dem sie ihrem Stil zwar treu bleiben, doch die Realität ist auch an ihnen nicht spurlos vorbei gegangen und in ihren typischen Garage-Rock mischt sich auch jede Menge Melancholie.

Sechs Jahre nach “The New Abnormal” proklamieren The Strokes also nun “Reality Awaits”: Die erste Single “Going Shopping” scheint Musiker zu zeigen, an denen 25 Jahre Bandgeschichte relativ spurlos vorbei zog. Prägnante Gitarren, treibender Rhythmus und die markanten Stimme von Julian Casablancas, plus eine Prise The Clash machen auch aus dem neuen Song einen Indie-Instant-Hit.

Doch schon der Opener zeigt, Reality bites: “Psycho Shit” thematisiert die Wahnwitzigkeit unserer Welt, Casablancas flüstert zunächst, bevor der Track in einem Eighties-Heavy-Metal-Schrei und einer Drum-Kakophonie endet.

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Überhaupt sind die Vocals auf dem Album das große Thema, im leisen “Falling Out Of Love” verliert sich Casablancas in ausufernden Autotune-Gefilden und Vocoder-Effekten – Fans kennen diesen Spleen bereits von seinem experimentellen Nebenprojekt The Voidz, im Strokes-Kosmos irritiert dieser von Daft Punk inspirierte Sound eher und auf Albumlänge nervt es einfach nur noch.

Neben der Stimme ist immerhin der Sound des Albums abwechslungsreicher, so dass beispielsweise in “Liar’s Remorse” psychedelischer Sixties-Rock in das Strokes-Klangbild eingewoben wird und “The Fruits Of Conquest” überrascht mit Eighties-Pop – der Groove darin klingt verdächtig nach einer schlendernden Version von “Everything She Wants” von Wham!’.

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„Reality Awaits“ entstand in Zusammenarbeit mit Produzent Rick Rubin und wurde unter anderem in Costa Rica aufgenommen: Alles in allem vielleicht auch ein Reality check der Strokes – Der ungestüme Indie-Rock der Anfangszeit ist zwar nicht gezähmt, aber durch diverse Einflüsse der Realität gebändigt.

Und doch: Die DNA der Band schimmert immer wieder durch die Ritze der Realität.

The Strokes Live

13.10. Düsseldorf – PSD Bank Dome
15.10. Berlin – Uber Arena

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Biografie The Strokes

Als The Strokes Anfang der 2000er Jahre auftauchten, galt die New Yorker Rockszene als weitgehend ausgebrannt. Elektronische Musik dominierte die Clubs, Gitarrenbands spielten nur noch eine Nebenrolle. Mit ihrem schnörkellosen Sound, eingängigen Melodien und einer bewusst reduzierten Ästhetik lösten The Strokes eine neue Begeisterung für Gitarrenmusik aus und wurden zu einer der einflussreichsten Bands ihrer Generation.

Die Mitglieder von “The Strokes” stammen größtenteils aus wohlhabenden und einflussreichen Familien mit vielen Kontakten in die Popbranche, was ihren Blitz-Karrierestart erklärt. Die Band formierte sich in New York City, wobei alle Mitglieder außer Albert Hammond Jr. und Fabrizio Moretti im Big Apple geboren wurden.

Der Gitarrist Nick Valensi lernte während seiner Zeit an der renommierten Dwight School in New York City den Frontmann Julian Casablancas kennen. Casablancas ist der Sohn des früheren Chefs der Modelagentur Elite, John Casablancas. Während ihrer Schulzeit freundeten sich beide mit dem Schlagzeuger Fabrizio Moretti an. Auch Gitarrist Albert Hammond Jr., Sohn des berühmten Hit-Schreibers Albert Hammond (“It Never Rains In Southern California”), ist aus einer prominenten Familie.

Is This IT (2001)

Mit ihrem Debütalbum Is This It gelang The Strokes ein außergewöhnlicher Einstand. Das Album erschien 2001 und wurde von Kritikern nahezu einhellig gefeiert. Songs wie “Someday”, “Hard to Explain”, “Last Nite” und “Barely Legal” verbanden Garage Rock, Post Punk und klassischen Rock’n’Roll mit einer lässigen Coolness, die zum Markenzeichen der Band wurde.

Der trockene Gitarrensound, Julian Casablancas’ markanter Gesang und die präzise Rhythmusarbeit machten Is This It zu einem der wichtigsten Rockalben der 2000er Jahre. Das Album beeinflusste zahlreiche Bands wie Arctic Monkeys, Franz Ferdinand oder The Killers und gilt bis heute als Meilenstein des Indie Rock.

Room On Fire (2003)

Ihr zweites Album, “Room on Fire,” folgte 2003 und wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen erwartet. Die Meinungen über die Band waren geteilt, da einige Kritiker eine weichere Spielweise und eine mögliche Kommerzialisierung kritisierten.

First Impressions of Earth (2005)

Ihr drittes Studioalbum, “First Impressions of Earth,” wurde 2005 veröffentlicht und erhielt sowohl kommerziell als auch kritisch positive Resonanz. Die Band änderte im Laufe der Zeit ihre Konzertdynamik und begann längere Sets zu spielen. Im Jahr 2006 erreichten sie sogar die Hauptbühne eines der größten deutschen Musikfestivals, Hurricane/Southside.

Angles (2011)

Nach einer längeren Pause erschien 2011 Angles. Die Band arbeitete erstmals weniger geschlossen im Studio, viele Songs entstanden getrennt voneinander und wurden später zusammengeführt. Das Album spiegelt diese Arbeitsweise wider und präsentiert einen abwechslungsreichen Mix aus klassischem Strokes-Sound, Synthesizern und neuen Einflüssen.

Mit Singles wie “Under Cover of Darkness” oder “Taken for a Fool” gelang The Strokes ein erfolgreiches Comeback. Trotz interner Spannungen bewies die Band, dass sie weiterhin kreative Ideen entwickeln konnte.

Comedown Machine (2013)

Comedown Machine erschien 2013 nahezu ohne klassische Promotion und überraschte viele Fans mit einem deutlich weicheren und melodischeren Klangbild. Elemente aus New Wave, Pop und den 1980er Jahren traten stärker in den Vordergrund.

Songs wie “One Way Trigger”, “Tap Out” oder “Welcome to Japan” zeigten eine experimentierfreudige Band, die sich nicht auf den Erfolgsrezepten der frühen Jahre ausruhte. Die Veröffentlichung erhielt gemischte Kritiken, wurde im Laufe der Zeit jedoch zunehmend neu bewertet.

The New Abnormal (2020)

Sieben Jahre nach dem Vorgänger meldeten sich The Strokes mit The New Abnormal eindrucksvoll zurück. Produziert von Rick Rubin verbindet das Album die Stärken der Anfangsjahre mit einem gereiften Songwriting und einer deutlich entspannteren Atmosphäre.

Titel wie “Bad Decisions”, “Brooklyn Bridge to Chorus”, “At the Door” und “Ode to the Mets” gehören zu den stärksten Songs ihrer späteren Karriere. Das Album gewann 2021 den Grammy Award als Best Rock Album und markierte einen neuen Höhepunkt in der Geschichte der Band.

Diskografie The Strokes

2001: The Modern Age (EP)

2001: Is This It

2003: Room on Fire

2006: First Impressions of Earth

2011: Angles

2013: Comedown Machine

2016: Future Present Past (EP)

2020: The New Abnormal

2026: Reality Awaits

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