“Back Then (I Was Something)” stammt von Philine Sonnys Debütalbum “Virgin Lake”, das im April folgt.
Wenn eine Künstlerin die letzte Single vor ihrem Debütalbum veröffentlicht, ist das mehr als nur ein weiterer Vorbote – es ist ein Statement. Genau das liefert Philine Sonny mit „Back Then (I Was Something)“, die am 27. Februar 2026 erschien. Der Song ist der finale Schritt hin zu ihrem ersten Album „Virgin Lake“, das am 3. April 2026 über Nettwerk veröffentlicht wird.
Drei Stimmen, ein ungefilterter Moment
Für „Back Then (I Was Something)“ hat sich Philine Sonny Unterstützung von BROCKHOFF und Shelter Boy geholt. Entstanden ist der Track während eines gemeinsamen Wochenendtrips an einen abgelegenen Ort – ein Setting, das man dem Song anhört. Statt kalkulierter Studio-Perfektion dominiert hier das Gefühl eines Moments, der sich einfach Bahn bricht.
Philine beschreibt, wie zunächst Songs entstanden, die „nicht wirklich funktionierten“, während die meiste Zeit mit Gesprächen über eigene Probleme verging. Am letzten Abend schrieb sich „Back Then (I Was Something)“ dann fast von selbst. Die erste Aufnahme blieb – roh, impulsiv, lebendig.
Zwischen Selbstzweifel und Trotz
Musikalisch ist der Song direkt und dringlich: treibende Drums, kratzige Gitarren, eine hymnische Hook. Drei Stimmen, die sich gegenseitig pushen, widersprechen, antreiben. Die zentrale Zeile – „Back then I was something / Now I stand for nothing“ – trifft wie ein Schlag in die Magengrube.
Es ist ein Song über das Gefühl, sich selbst verloren zu haben. Über jugendliche Hybris, gebrochene Versprechen und den schmerzhaften Moment der Selbsterkenntnis. Zwischen „I’m not a liar, I’m a fool“ und „You know I’m not lying when I tell you I’m trying“ entsteht das Porträt einer Beziehung im Schwebezustand – und eines Ichs, das zwischen Reue und Aufbruch schwankt.
Der Wendepunkt auf „Virgin Lake“
Innerhalb von „Virgin Lake“ markiert die Single einen entscheidenden Übergang. Das Album ist als klangliche Erzählung in vier Phasen gedacht – vom verletzten, wütenden Ich hin zu mehr Verständnis und Balance. Nach Konfrontation und Selbstmitleid öffnet „Back Then (I Was Something)“ einen Raum für Gemeinschaft und Leichtigkeit.
Dass der Song gemeinsam mit Freund*innen entstanden ist, passt ins Bild: Hier geht es nicht nur um Selbstanalyse, sondern auch um das befreiende Gefühl, nicht allein zu sein.
Teilweise inspiriert vom Roman Hard Land von Benedict Wells, erzählt „Virgin Lake“ von familiärer Entfremdung, Wut, Trauer – und Heilung. Philine Sonny, aufgewachsen in Unna und musikalisch Autodidaktin, verbindet tiefgründige, reflektierte Texte mit magnetischen Indie-Pop-Melodien. Ihre Stimme trägt dabei stets diese besondere Spannung in sich: verletzlich und kraftvoll zugleich.
Eine Momentaufnahme von Jugend und Wahrheit
Als letzte Single vor dem Albumrelease bündelt „Back Then (I Was Something)“ noch einmal alles, was „Virgin Lake“ verspricht: Dringlichkeit, Selbstreflexion und den Mut, die eigene Innenwelt offenzulegen.
Es ist ein Song über Zweifel – aber auch über das befreiende Eingeständnis, nicht perfekt zu sein. Und vielleicht liegt genau darin seine größte Stärke: Inmitten von Chaos und Überforderung blitzt eine flüchtige Gewissheit auf, dass Ehrlichkeit manchmal der erste Schritt zurück zu sich selbst ist.
Philine Sonny Album Listening Events
21.03. Bochum – Kō Keramik (inkl. Töpferkurs)
31.03. Hamburg – Neue Apotheke Wedel (inkl. Craft-Projekten)
Philine Sonny live
18.4. Köln – c/o pop
12.5. Berlin – Frannz Club