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Der Teufel trägt Prada 2: Lady Gaga und Doechii laufen im Titeltrack den „Runway“

Kurz vor dem Kinostart von „Der Teufel trägt Prada 2“ veröffentlichen Lady Gaga und Doechii ihre gemeinsame Single „Runway“ als Video. Der Track ist Teil des offiziellen Soundtracks zur Fortsetzung der erfolgreichen Mode-Satire von 2006.

„Runway“ knüpft klanglich an das letzte Album von Lady Gaga an und bringt sie mit der derzeit erfolgreichsten Rapperin Doechii zusammen: ein Dreamteam. Im Video zu “Runway” zeigen sie mit zahlreichen Outfitwechseln Designs von Modeschöpfern wie Robert Wun, Harris Read oder Thom Solo.

Ab Donnerstag läuft „Der Teufel trägt Prada 2“ in den deutschen Kinos. Die Fortsetzung setzt genau 20 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an, der 2006 zum Überraschungserfolg wurde und sich rasch zu einem popkulturellen Bezugspunkt entwickelte. Damals stand die junge ehrgeizige Journalistin Andy Sachs (Anne Hathaway) im Mittelpunkt, die in der Redaktion des fiktiven Modemagazins „Runway“ unter der Leitung der gefürchteten Chefredakteurin Miranda Priestly (Meryl Streep) arbeitete.

Der Film erzählte von Machtstrukturen, Loyalität und den persönlichen Kosten beruflichen Ehrgeizes. Der Reiz des ersten Teils bestand in der Spannung zwischen der mächtigen Mode-Fürstin, die der Vogue-Chefin Anna Wintour nachempfunden wurde und ihrer naiven Praktikantin, die nicht weiß, in welches Haifischbecken sie sich da begeben hatte.

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Die neue Geschichte greift diese Figuren in einer völlig veränderten Medienlandschaft wieder auf. Die Modebranche ist längst nicht mehr nur von Hochglanzmagazinen geprägt, sondern von digitalen Plattformen, Influencer-Marketing und globaler Echtzeitkommunikation. Gedruckte Auflagen sinken, Marken müssen sich neu erfinden, redaktionelle Autorität wird zunehmend von Algorithmen und Reichweitenzahlen herausgefordert. „Der Teufel trägt Prada 2“ verlegt das Machtzentrum vom klassischen Printgeschäft in eine hybride Welt aus Luxuslabels, Social Media und strategischen Kooperationen.

Im Zentrum steht erneut Miranda Priestly, die sich mit einem tiefgreifend veränderten Markt konfrontiert sieht. Die Frage ist nicht mehr nur, welche Trends gesetzt werden, sondern wer sie kontrolliert und über welche Kanäle sie verbreitet werden. Der Film beleuchtet damit auch den Generationenwechsel in der Branche. Jüngere Akteurinnen und Akteure drängen nach vorn, bringen neue Geschäftsmodelle und ein anderes Verständnis von Öffentlichkeit mit. Tradition und Disruption prallen aufeinander.

Auch die Figur der Andy Sachs wird in diesem Spannungsfeld neu positioniert. Aus der neugierigen Nachwuchsjournalistin ist ebenfalls ein Profi geworden, die auf Augenhöhe mit Priestly agieren kann. Damit ist genau das, was den Reiz von Teil 1 ausgemacht hatte weg.

Der Trailer verrät, dass sich das Drehbuch mit vielen Referenzen auf diesen ersten Teil die alte Spannung künstlich herstellen muss: kein gutes Vorzeichen für einen Film, der von zahlreichen Sponsorings wie Starbucks getragen wird. Aber zweite Teile besonders erfolgreicher Filme werden selten aus rein künstlerischen Gründen realisiert, sondern weil sie einfacher zu vermarkten sind.