Maisy Kay gehört zu jener Generation junger Popkünstlerinnen, die ihre Karriere selbstbewusst in die Hand nehmen und dabei klassische Songwriting-Traditionen mit einer klaren digitalen Präsenz verbinden. Aktuell ist sie auf Tour mit Lany.
Die britisch-amerikanische Sängerin wuchs mit den großen Stimmen des Pop auf und entwickelte früh den Wunsch, selbst auf der Bühne zu stehen. Heute verbindet sie eingängige Melodien mit emotional aufgeladenen Texten und einer Vorliebe für dramatische Balladen.
Geprägt wurde sie von Künstlern wie Freddie Mercury, Adele und Taylor Swift. Vor allem deren erzählerische Stärke und die emotionale Wucht ihrer Balladen hinterließen Eindruck. Diese Einflüsse sind in Maisy Kays Musik deutlich spürbar. Im Zentrum stehen stets ihre Stimme und ihre Texte, die persönliche Erfahrungen, Zweifel und Hoffnungen offenlegen.
Mit Klavier oder Gitarre entwickelt sie ihre Stücke meist allein, manchmal auch in Zusammenarbeit mit anderen Autoren. Dabei entstehen Songs, die sich stilistisch im zeitgenössischen Pop verorten, aber immer wieder von einer theatralen Note durchzogen sind.
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Mit Titeln wie „Technicolor Honeymoon“, der es bis an die Spitze der iTunes-Popcharts schaffte, hat sie sich eine stetig wachsende Fanbasis aufgebaut. Ihre Musik versteht sie als Angebot zur Identifikation. Sie will Menschen erreichen, Trost spenden und Momente der Freude schaffen. Dass ihr unveröffentlichter Song „Somewhere In The Silence“ für sie selbst zu den stärksten Arbeiten zählt, verweist auf einen kreativen Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist.
Wir haben Maisy Kay nach ihren wichtigsten Einflüssen befragt:
Was ist das erste Lied, an das du dich erinnerst? Woran erinnerst du dich genau?
Das erste Lied, an das ich mich erinnere, ist „Reflection“ aus Mulan. Ich habe mich damals verkleidet und es meinen Hunden vorgesungen. Meine Eltern haben davon irgendwo noch ein Video.
Welche Platte hast du dir als erste selbst gekauft? Wie hat sich das angefühlt?
Wenn ich mich richtig erinnere, war es „Greatest Hits“ von Queen. Freddie Mercury ist mein großes Idol, und ich bin mit ihrer Musik aufgewachsen. Es ist bis heute eines der Alben, die ich am häufigsten gehört habe.
Was war dein erstes Konzert als Besucherin? Wie war das Erlebnis?
Mein allererstes Konzert war von Evanescence. Auf sie aufmerksam geworden bin ich durch einen Jungen aus meiner Highschool, in den ich verknallt war. Er war tatsächlich auch auf diesem Konzert und hat mich dort entdeckt. Ich habe mich unglaublich cool gefühlt. Und dann Evanescence live zu sehen, Amy Lee hat so eine beeindruckende Stimme. Das war sehr inspirierend.
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Wie bist du zur Musik gekommen?
Ich war schon immer in Musik verliebt. Als ich jünger war, dachte ich allerdings, ich würde einmal Musical machen. Mein Traum war es, Christine in „Phantom Of The Opera“ zu spielen. Als ich dann angefangen habe, eigene Songs zu schreiben, habe ich mich in diesen Prozess verliebt. Mir wurde klar, dass ich meine eigenen Stücke schreiben und singen möchte.
Welche Künstlerinnen und Künstler haben dich besonders geprägt? Mit wem würdest du gern zusammenarbeiten und warum?
Freddie Mercury ist mein absolutes Idol. Außerdem bin ich mit der Musik von Adele und Taylor Swift aufgewachsen, besonders mit ihren Balladen. Ich liebe Balladen und habe mich immer stark zu Texten und deren Bedeutung hingezogen gefühlt. Ich würde sehr gern mit jemandem wie Lewis Capaldi oder Chappell Roan arbeiten. Lewis’ neuer Song „Survive“ hat mich sehr berührt, und ich bewundere, wie offen er über seine persönlichen Herausforderungen spricht.
Warum machst du Musik?
Ich mache Musik in der Hoffnung, Menschen zu erreichen. Das Leben kann schwierig sein, und Musik war für mich immer eine Form von Therapie. Wenn ich höre, dass einer meiner Songs jemandem durch eine schwere Zeit geholfen oder Freude gebracht hat, wo vorher wenig davon war, dann ist das der Grund, warum ich tue, was ich tue.
Wie entsteht deine Musik? Wie läuft das normalerweise ab?
Ich schreibe alle meine Songs selbst. Wenn ich nicht gerade in einer Co-Writing-Session bin, sitze ich allein mit meinem Klavier oder meiner Gitarre. Manchmal habe ich eine sehr konkrete Vorstellung davon, was ich möchte, manchmal beginne ich ohne Plan und am Ende ist ein fertiger Song da.
Was möchtest du mit deiner Musik erreichen?
Ich möchte weiterhin Menschen helfen und mich mit ihnen auf der ganzen Welt verbinden. Je mehr ich in meiner künstlerischen Identität ankomme, desto offener schreibe ich über meine eigenen Schwierigkeiten und lerne, diese Verletzlichkeit anzunehmen. Ich hoffe, dass sich Menschen in meinen Songs gesehen fühlen. Und ich möchte die liebevolle Community und Fanbasis, die ich bereits habe, weiter ausbauen.
Welcher ist bisher dein bester Song?
Ich glaube, mein bisher bester Song ist ein unveröffentlichter Titel namens „Somewhere In The Silence“. Von den bereits erschienenen Songs bin ich besonders stolz auf „Technicolor Honeymoon“. Ich habe ihn komplett allein geschrieben, und er erreichte Platz eins der iTunes-Popcharts. Das war ein großer Erfolg für mich und hat mein Vertrauen in meine Fähigkeiten als Songwriterin gestärkt.
Woran arbeitest du gerade? Was kommt als Nächstes?
Es steht sehr viel an: neue Musik, neue Tourneen, vielleicht sogar eine weitere EP.
