Die zehn besten Songs von Nina Hagen

Die Top Ten der "Godmother Of Punk"

Nina Hagen wird die deutsche "Godmother Of Punk" genannt und sie beeinflusste nicht nur New-Wave-Acts, sondern war auch Vorreiterin der Neuen Deutschen Welle: Hier kommen die Top Ten der besten Songs von ihr!

Nina Hagen kam 1955 in Ost-Berlin zur Welt und wollte zunächst Schauspielerin werden: Doch ihr Antrag zur Aufnahme an die Schauspielschule wurde ohne Begründung abgelehnt, der zuständige MfS-Offizier hatte jedoch den Vermerk "Verhindern!" darauf geschrieben. Grund war Wolf Biermann, damaliger Partner ihrer Mutter, der bekannten Schauspielerin Eva-Marie Hagen und beide galten als politisch rebellisch. Sie wurde dann jedoch "staatlich geprüfte Schlagersängerin" dank ihrem beeindruckenden Stimmumfang von vier Oktaven. Ihre erste Veröffentlichung im Jahr 1975 mit der Band Automobil lautete "Du hast den Farbfilm vergessen", eine schräge Neuinterpretation eines DDR-Schlagers. 1976 zog Nina Hagen nach Großbritannien, wo sie in der Punk-Szene aktiv war und ein Jahr später gründete sie in Deutschland die Nina Hagen Band. Der Rest ist deutsche Musikgeschichte...

10. My Way

Nina Hagen interpretiert gerne und oft andere Songs und verpasst ihnen einen eigenwilligen exaltierten Touch, so auch diesem Sinatra-Klassiker, den sie nach englischem Intro in ein treibendes deutsches Punk-Stück verwandelt.

9. Universal Radio

Mit schnellen Beats und New-Wave-Flair sowie einem sweeten Chorus überrascht Nina Hagen 1985 mit diesem eingängigen "Universal Radio"-Hit aus dem Album "In Ekstasy", der tatsächlich die Charts hochkletterte. Von dem Lied gibt es auch eine deutsche Version.

8. Tiere

Mit federndem Reggae-Sound und grimmigem Sound sang Nina Hagen 1995 diese Animal-Right-Hymne gegen Massentierhaltung und für mehr Respekt gegenüber Tieren.

7. Für mich soll’s rote Rosen regnen

Hier zollt sie einer anderen deutschen ungewöhnlichen Diva Tribut: Hildegard Knefs Klassiker erstrahlt in Hagens Version mit viel rollenden "R"s und tief vibrierendem Gesang.

6. Auf’m Bahnhof Zoo

1978 erschien das selbstbetitelte Debüt der Nina Hagen Band und dieser rocklastige Track beschreibt mit kieksender Stimme eine lesbische Begegnung auf dem Frauenklo. Nicht nur dieser Song sorgte für gewaltige Kontroversen, auch das Lied "Pank" erregte die brave deutsche Musikpresse mit Zeilen wie "Ich bin nicht deine Fickmaschine, spritz-spritz, das ist’n Witz".

5.  New York New York

Dieser Song ist auf dem 1983 erschienen Album "Angstlos" zu finden und erinnert vom Sound ein wenig an Grace Jones, im Gesang versucht sich Hagen im Rap und an opernhaftem Stil. Der Track inspirierte Peaches sehr und sie verwendet einen Snippet daraus in ihrem Song "Show Stopper".

4. Zarah

Einmal mehr kokettiert Nina Hagen mit einer Diva und covert hier den Klassiker "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n" von Zarah Leander, der jedoch nach eineinhalb Minuten in einen treibenden Disco-Track übergeht – produziert von niemand Geringerem als Giorgio Moroder.

3. African Reggae

Erschienen auf dem zweiten und letzten Album der Nina Hagen Band aus dem Jahr 1979 namens "Ungehagen": Dieser Song ist eine ungewöhnliche Mischung aus Reggae, Punk, Minimalismus und Artpop.

2. Du hast den Farbfilm vergessen

Die allererste Veröffentlichung von Nina Hagen im Jahr 1975 ist eine subversive Schlagercoverversion: Bei ihrem Auftritt dazu in der DDR-Sendung "Ein Kessel Buntes" singt sie schmollend und grimassierend, so dass sich schon ihre rebellische Art schon zeigt. Das Publikum klatscht zum eingängigen Song, der in der DDR die vorderen Plätze der Charts erreichte.

1. TV-Glotzer

Auch dieser Song ist eine Cover-Version und stammt im Original von The Tubes mit dem Titel "White Punks On Dope": Nina Hagen hat dem Song eigene deutsche Lyrics verpasst in der sie darüber singt, wie sie dem tristen DDR-Leben durch das Schauen von West-Fernsehen entfliehen will. Die schrill gesungene Zeile "Ist alles so schön bunt hier!" ist inzwischen ikonisch und irgendwie auch eine schöne Beschreibung von La Hagen selbst.

Empfohlene Themen