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Get Well Soon – Amen

  • Rubrik: News

ALBUM DER WOCHE – Konstantin Gropper aka Get Well Soon ist auf „Amen“ immer noch orchestral, aber diesmal auch optimistischer: Großer Electro-Indiepop mit umarmender Wucht.

Get Well Soon: Amen (Albumcover)

Get Well Soons neue Songs sind von strahlender Schönheit und elegischem Glanz: Ein Track wie „My Home Is My Heart“ kann es dabei locker mit den Hymnen von Arcade Fire aufnehmen und ist mit seiner coolen perlenden Catchiness einer der Lieblingslieder des Jahres:

Get Well Soon - My Home Is My Heart (Official Video)

Während das letzte Album „The Horror“ das Thema Angst beackerte, ist trotz Grabstein auf dem eher tristen Cover „Amen“ ein hoffnungsvolles Werk geworden. Beim Anhören der neuen durchaus beschwingt beschwörenden Songs ist nicht nur der Hörer überrascht, der 39-Jährige Singer-Songwriter sagt selbst: 

Ich war tatsächlich schockiert herauszufinden, dass ich Optimist bin! Nach all den Jahren, in denen ich die großen Schwarzmaler von Thomas Bernhard bis Kurt Cobain bewundert habe, musste ich feststellen, dass ich nicht anders kann, als an ein ‚Happy End‘ zu glauben.“

Diese Einstellung mündet gar in einer Liebeserklärung an die Menschheit, die man derzeit eher nicht zu lieben bereit ist, nach dem cinematisch „I Love Humans“ ist man jedoch gnädiger gestimmt – immerhin sind sie auch zu solcher Musik fähig.

Das sechste Album steckt voller leichter und liebevoller Songs, die klingen als würden die Pet Shop Boys mit Father John Misty spielen. Synth- und Dreampop gepaart mit pathetischen Vocals, die unsere „fucked up times“ mit filigranen flirrenden Sounds durchleuchten und erleuchten.

Tourdaten Get Well Soon 2022:

21.04.2022 (CH) Winterthur – Salzhaus
22.04.2022 (AT) Dornbirn – Spielboden
23.04.2022 (AT) Wien – Wuk
24.04.2022 München – Muffathalle
26.04.2022 Berlin – Huxley’s Neue Welt
27.04.2022 Hamburg – Gruenspan
28.04.2022 Köln – Gloria Theater
29.04.2022 Frankfurt – Zoom
07.05.2022 Bochum – Zeche
08.05.2022 Stuttgart – Im Wizemann

Biographie Get Well Soon:

Der deutsche Sänger und Songwriter Konstantin Gropper gründete 2008 sein Musikprojekt Get Well Soon, das bei Live-Sessions von fünf weiteren Musikern unterstützt wird. 

Sein Debütalbum „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“, das er innerhalb drei Jahren im Alleingang in seinem Schlafzimmer produzierte, landete in Deutschland auf Platz 28 und in Frankreich unter den Top 100 der Album-Charts. Nachdem er beim ersten Album noch alles selber einspielte, nahm er sein zweites Album „Vexations“ zwei Jahre später zusammen mit seiner aktuellen Besetzung auf, darunter auch seine Schwester Verena Gropper.

Gropper schrieb in den weiteren Jahren einen Soundtrack für Arte, veröffentlichte das dritte Album „The Scarlet Beast o’ Seven Heads“ und produzierte das Album „Hinterland“ von Casper. Vor der Veröffentlichung des vierten Albums „Love“ schrieb er drei EPs, die er diversen Künstlern und Musikern widmete. Aus seinen Musikvideos macht Gropper leidenschaftlich gerne Kurzfilme, wie von seinem Song „It’s Love“ mit dem Schauspieler Udo Kier. 2018 veröffentlichte er eine Reihe von neuen Songs wie „Martyrs“ und „The Horror“. 

Diskografie Get Well Soon:

  • 2008: Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon 
  • 2010: Vexations 
  • 2011: Xanadu – An Original Soundtrack by Get Well Soon 
  • 2012: The Scarlet Beast o’ Seven Heads 
  • 2016: Love 
  • 2018: The Horror 
  • 2022: Amen

Kerstin Kratochwill

Kerstin Kratochwill ist promovierte Germanistin, arbeitet als Lektorin sowie Texterin und schreibt für Tonspion über Musik, Filme und Serien.