Review: PeterLicht – Beton und Ibuprofen

Skizzen des Alltags mal im traurigen, mal im fröhlichen Indiepop-Gewand: PeterLicht zeigt sich auf seinem sechsten Album furios fabulierend und musikalisch mäandernd.

Mittlerweile wissen wir wie PeterLicht aussieht, denn der Mann, der jahrelang sein Gesicht bei Lesungen oder gar in TV-Sendungen verbarg, hat nun einige Portraitfotos zum neuen Album beigelegt. Und dieser Typ mit Mütze und Brille sieht aus wie ein harmloser Hipster mit traurigem Blick.


Traurig beginnt „Beton und Ibuprofen“ auch mit dem lakonischen Opener „Wenn du traurig bist“, in dem er einmal mehr den Alltag in eine poetische poppige Form packt, die enorm viel Tröstendes hat.

Video: PeterLicht – Wenn du traurig bist

Der Sound bleibt Indiepop, der mit Gitarre und Elektroklängen eingängig und angenehm schmeichelt: Schönes Radiofutter möchte man meinen, wären da eben nicht die kritischen kapitalismusgeiselnden und kryptischen Texte. Dem Hörer rät er zum Schlucken von Schmerztabletten im psychedelisch abdriftenden „Ibuprofen“, in dem eine ganze Reihe bekannter Medikamente in einer Helge-Schneider-Manier aufgezählt werden: „nimm doch noch‘n Ibuprofenchen“.

Video: PeterLicht – Ibuprofen

PeterLicht - Ibuprofen (Official Video)

Doch PeterLicht ist nicht nur ironisch, er ist auch intim und Songs wie „Dämonen“ oder „Freunde“ sind eine geradezu zärtliche Therapie. Und einen waschechten Hit hat das Album auch zu bieten, nämlich den Track mit dem unfassbar coolen Titel „…e-scooter deine Liebe“, der sich retroselig an Ryan Paris‘ Italo-Disco-Hit „Dolce Vita“ anschmiegt.

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Video: PeterLicht – …e-scooter deine Liebe!

PeterLicht – …e-scooter deine Liebe!

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Kerstin Kratochwill

Kerstin Kratochwill ist promovierte Germanistin, arbeitet als Lektorin sowie Texterin und schreibt für Tonspion über Musik, Filme und Serien.