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Lisa Kühnemann verbindet auf „Schiefsinn“ Jazz, Pop und Poesie

LisaKühnemann©LukasDiller-39

Auf ihrem Album „Schiefsinn“ beschäftigt sich die Kölner Sängerin und Komponistin mit persönlichen Erfahrungen, dunklen Vorahnungen und poetischen Bildern. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Jazz, Pop und freier Improvisation.

Persönliche Geschichten, poetische Texte und eine gewisse Vorliebe für das Ungewöhnliche prägen Schiefsinn, das Album der Kölner Sängerin und Komponistin Lisa Kühnemann. Gemeinsam mit ihrer Band verbindet sie Elemente aus Jazz und Pop mit improvisierten Passagen und experimentellen Klängen.

Im Mittelpunkt steht Kühnemanns Stimme, die sich durch ihre Klarheit, ihren großen Tonumfang und ihre Wandlungsfähigkeit auszeichnet. Musikalische Vergleiche reichen von Minnie Riperton bis Joni Mitchell. Dabei geht es sowohl um die Leichtigkeit ihres Gesangs als auch um die erzählerische Nähe, mit der sie ihre Texte vermittelt.

Inhaltlich beschäftigt sich Schiefsinn mit persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen. Poetische Bilder treffen auf dunklere Gedanken und emotionale Momente. Die Songs richten den Blick dabei sowohl auf das eigene Innenleben als auch auf die Welt außerhalb davon.

Für die Aufnahmen arbeitete Kühnemann mit Musikern aus der Kölner Jazzszene zusammen. Simon Seidl am Klavier, Philipp Brämswig an der Gitarre, Jakob Kühnemann am Kontrabass und Tim Dudek am Schlagzeug bilden die instrumentale Besetzung.

Gemeinsam entwickelt das Quintett einen Bandsound, der zwischen zurückhaltenden und energiegeladenen Momenten wechselt. Klare Songstrukturen treffen auf improvisatorische Freiräume, während Effekte und ungewöhnliche Klangideen die Arrangements ergänzen. Der Albumtitel Schiefsinn lässt sich dabei auch als Hinweis auf die musikalische Offenheit verstehen, mit der Kühnemann und ihre Mitmusiker an die Stücke herangehen.

Die Sängerin studierte Jazz- und Popgesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Neben verschiedenen Ensembleprojekten prägten auch internationale musikalische Begegnungen ihren bisherigen Weg. Dazu zählen unter anderem die Zusammenarbeit und der Austausch mit Rhiannon, Theo Bleckmann und Martin Fondse.

Auf Schiefsinn führt Kühnemann diese unterschiedlichen Einflüsse zusammen. Jazz und Pop bilden die Grundlage, lassen aber genügend Raum für Improvisation, ungewöhnliche Arrangements und die poetische Sprache ihrer Songs.

Live ist Lisa Kühnemann mit ihrer Band am 7. November im Johanneshaus in Troisdorf und am 8. November im Kölner Loft zu erleben.

Lisa Kühnemann (c) Lukas Diller
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