Die zehn besten Lieder von Element Of Crime

Seit 35 Jahren sind Element Of Crime um Sänger und Romancier Sven Regener Meister der Melancholie im deutschsprachigen Pop: Hier kommen ihre Top Ten Songs!

1985 in Berlin gegründet, ist Element Of Crime mittlerweile eine der wichtigsten deutschsprachigen Bands: Mit dem gebürtigen Bremer Sven Regener als textstarkem Sänger und Autor („Herr Lehmann“), der auch Gitarre, Trompete und Klavier spielt, veröffentlicht die Band 1991 mit „Damals hinterm Mond“ ein hochgelobtes Debütalbum.


2018 erscheint mit „Schafe, Monster und Mäuse“ das bislang letzte Album über das Tonspion damals schrieb: „Im 33. Bandjahr zeigen Element Of Crime auf ihrem 14. Album, warum sie so etwas wie deutsches Kulturgut sind (auch wenn sie das bestimmt verneinen werden): Niemand sonst gibt allen Verschrobenen, Verträumten und Verlorenen im Land eine schönere Stimme – lakonisch, grantelnd, humorvoll“.

Hier kommen also die zehn besten Lieder von Element Of Crime!

10. Jung und schön

Der Track stammt aus dem 1999 erschienenen Album „Psycho“ und scheppert drängend und stürmend nach vorne. Im Klangbild erinnert er dabei sogar ein wenig an Tocotronic.

Element Of Crime - Jung und schön

9. Schwere See

Vom zweiten Album „Weißes Papier“ (1993) ist „Schwere See“ ein schwermütiger Song mit herzergreifenden Lyrics wie: „Ich will dein fester Boden sein / Obwohl ich selber schwanke“.

8. Über Nacht

Die lakonische Ballade „Über Nacht“ findet sich auf „Die schönen Rosen“ von 1996 und wird von Akkordeon-Klängen wehmütig begleitet.

7. Blaulicht und Zwielicht

Der Opener aus dem Debüt „Damals hinterm Mond“ beeindruckt mit Trompetenspiel und gehaucht geheimnisvollem Text: Das von Sven Regener fast hingeworfene „Ich liebe Dich“ soll die Fans der nächsten Jahre faszinieren und folgen lassen.

Element Of Crime - Blaulicht Und Zwielicht

6. Die Hoffnung, die du bringst

2001 erscheint das Album „Romantik“, kurz davor das Romandebüt „Herr Lehmann“ von Sänger Sven Regener: Der Eingangstrack „Die Hoffnung, die du bringst“ ist wie das Buch geprägt von einem lapidaren aber prägnanten Textfluss.

Die Hoffnung, die du bringst

5. Wenn der Morgen graut

Die trübe Stimmung der Früh brillant in Songzeilen gegossen: „Kurz vor der ersten Straßenbahn / Sind alle Häuser finster und stumm / Dreh‘ dich noch einmal nach mir um / Einmal für dich / Einmal für mich“.

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Element Of Crime - Wenn der Morgen graut

4.  Damals hinterm Mond

Der Titelsong ihres 1991 erschienenen, erstmals mit ausschließlich deutschen Texten versehenen fünften Studioalbums, kommt minimal melancholisch daher und ist eine Paradestück des typischen Chansons-Pops der Band.

3. Draußen hinterm Fenster

Alltagsbeobachtungen, die wie eine Mischung aus Velvet Underground und „Dreigroschenoper“ klingen: In dem Song „Draußen hinterm Fenster“ gelingt das mit Leichtigkeit.

Draußen hinterm Fenster

2. Delmenhorst

Komik und Melancholie zusammenzubringen, gelingt Sven Regener in seinen Texten wie sonst kaum einem Musiker: „Delmenhorst“ ist vielleicht eine Art „Hit“ der Band und auf Konzerten singen alle diese herzergreifend ehrlichen Zeilen mit:  „Hinter Huchting ist ein Graben / der in die Ochtum sich ergießt / und dann kommt gleich Getränke Hoffmann / Sag Bescheid wenn du mich liebst“ und später „Hinter Huchting ist ein Graben / In den sich einer übergibt / Und dann kommt gleich „Getränke Hoffmann“ / Sag‘ Bescheid, wenn du mich liebst“.

Delmenhorst (Live im Tempodrom)

1. Weißes Papier

Titelsong des laut vielen gleichnamigen besten Element Of Crime-Albums von 1993: Ein poetisch packender Abschiedssong, der jeder und jedem über Liebeskummer hinwegzuhelfen vermag, dank Zeilen wie diesen:

„Nicht mal das Meer darf ich wieder seh’n
Wo der Wind deine Haare vermisst.
Wo jede Welle ein Seufzer
Und jedes Sandkorn ein Blick von dir ist
Am liebsten, wär ich ein Astronaut,
Und flöge auf Sterne wo gar nichts vertraut
Und versaut ist durch eine Berührung von dir.
Ich werd‘ nie mehr so rein,
Und so dumm sein, wie weißes Papier“.


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Kerstin Kratochwill

Kerstin Kratochwill ist promovierte Germanistin, arbeitet als Lektorin sowie Texterin und schreibt für Tonspion über Musik, Filme und Serien.