Slime Rancher (Videospiel)

Entfliehe dem Alltag und starte ein neues Leben als Rancher auf der „Fernen Fernen Weite“. In „Slime Rancher“ gibt es nur dich, deine Ranch und jede Menge bunte, putzige Slimes.

Wie der Name vielleicht bereits verrät, ist „Slime Rancher“ ein Farm-Simulator, jedoch kein gewöhnlicher. Die „Ferne Ferne Weite“ ist ein Planet der 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Der Planet ist das Zuhause der Slimes: kleine heitere Schleimbälle. Die Aufgabe des Spielers ist es nun die neue Welt zu erkunden und eine mit Slimes gefüllte Ranch zu bauen.


Publisher: Monomi Park

Erscheinungsjahr: 2016

Plattformen: Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One, Steam

Slime Rancher - Official Launch Trailer

In „Slime Rancher“ übernimmt der Spieler die Rolle von „Beatrix LeBeau“, die sich entschieden hat als Slime Rancher einen Neuanfang zu wagen. Der Spieler startet das Spiel direkt mit seinem wichtigsten Werkzeug: Das Vac-Pack. Das Vac-Pack ist ein Gerät, mit dem sich Slimes und andere Objekte aufsaugen und aufbewahren lassen. Es verfügt über vier Behälter, die zu Anfang jeweils 20 Stück eines Objektes tragen können. Der Inhalt des Vac-Packs kann beliebig aus ihm herausgeschossen werden.

Die Ranch, die der Spieler bekommt, ist leider schon ziemlich runtergekommen. Nichts, dass ein wenig Arbeit nicht lösen könnte. Als erstes müssen aber Slimes her, denn ohne die läuft nichts. Um Slimes auf der Ranch zu halten, benötigt man zuerst ein Gehege. Doch Gehege können nicht überall gebaut werden. Auf der Ranch gibt es Anbauflächen, die der Spieler nutzen muss. Sobald ein Gehege steht, kann der Spieler auch schon seine Slimes hineinsetzten.

Das ist allerdings nur der erste Schritt, denn Slimes brauchen auch Nahrung und die findet sich, genauso wie die Slimes selbst, in den Ebenen außerhalb der Ranch. Das würde die Nahrungssuche auf Dauer ziemlich erschweren, doch zum Glück kann der Spieler auch seine eigenen Gärten anpflanzen. Alles was er dazu braucht ist ein Exemplar des Gemüses oder Obst, welches er anbauen möchte. Einmal eingepflanzt wächst es für immer weiter.

Slime Rancher (Foto: Steam)
Slime Rancher (Foto: Steam)

Plorts und der Plort-Markt

Wenn ein Slime gefüttert wird produziert er einen „Plort“. Um mehr Geld für die Ranch zu verdienen, muss der Spieler Plorts sammeln und auf dem Plort-Markt verkaufen. Das klingt zwar simpel in der Theorie, jedoch gibt es einiges zu beachten. Der Plort-Markt erinnert stark an die Börse, Plort Preise fluktuieren und ändern sich von Tag zu Tag. Auch die Plorts die der Spieler dort verkauft, haben einen Einfluss auf die Preise. Je mehr von einem Plort verkauft wird, desto niedriger sinkt der Preis am nächsten Tag. Die Anzahl der verkauften Plorts bestimmt auch wie lange der Preis reduziert bleibt.

Jeder Slime produziert eine andere Sorte von Plort. Die verschiedenen Plorts sehen nicht nur unterschiedlich aus, sondern haben auch alle ihren eigenen Wert am Plort-Markt. Allerdings hat jeder Slime eine andere Diät: sie nehmen entweder Obst oder Gemüse zu sich. Es gibt aber auch Slimes die nur Fleisch zu sich nehmen. Fleisch wächst natürlich nicht im Garten, stattdessen muss der Spieler einen Hühnerstall bauen, um Hühner zu züchten.

Neben seiner Diät hat jeder Slime auch noch ein Lieblingsessen, welches sich in der „Slimepedia“ des Spiels nachschlagen lässt. Die Slimes mit ihrer Lieblingsmahlzeit zu füttern ist vielleicht etwas umständlicher, aber es lohnt sich. Ein Slime der mit seiner Lieblingsnahrung gefüttert wurde, gibt die doppelte Menge an Plorts.

Eine größere Auswahl an Plorts ist zwar hilfreich, es ändert jedoch nicht die stetig fluktuierenden Preise. Doch auch dafür gibt es eine Lösung: Silos. Eine weitere der vielen Einrichtungen, die der Spieler bauen kann, sind Silos. Ihr nutzen ist die Aufbewahrung von Gegenständen wie Obst, Hühnern oder auch Plorts. Wer das meiste aus seinen hart erarbeiteten Plorts machen will, der muss sie in Silos aufbewahren und warten bis der Preis besonders hoch steigt.

Slime Rancher (Foto: Steam)
Slime Rancher (Foto: Steam)

Die Ferne Ferne Weite

Anders als die Früchte, die der Spieler anbauen kann, wachsen Slimes nicht auf Bäumen. Der Spieler muss die „Ferne Ferne Weite“ erkunden, die vor Slimes nahezu überquillt.  Die Welt ist nicht nur überraschend groß, sondern auch vielseitig. Anfangs befindet sich der Spieler noch im „Trockenem Riff“, eine trockene Klippenlandschaft. Wenn er jedoch weiterschreitet, begegnen ihm auch ein dichter Dschungel, ein alter Tempel und noch mehr. Jedes dieser Gebiete ist das Zuhause verschiedener Slimes, sie müssen nur noch aufgesaugt und sicher zur Ranch gebracht werden.

Der Spieler muss es allerdings erst einmal schaffen diese Gebiete zu erreichen. Sie sind durch schwere Steintüren geschützt, die einen speziellen „Slime-Schlüssel“ brauchen. Um an Slime-Schlüssel zu kommen, muss der Spieler erst einen „Gordo-Slime“ finden. Gordo-Slimes sind eine seltene, riesige Slime-Art, die in der Welt verstreut sind. Sie sind nicht nur größer, sondern auch hungriger.

Der Spieler benötigt eine große Menge an Nahrung mit der er die Gordo-Slimes füttern muss. Allerdings produziert der Gordo-Slime keinen Plort, stattdessen wächst er immer weiter bis er schließlich in viele kleine Slimes explodiert. Mit etwas Glück hinterlässt er auch einen Slime-Schlüssel für den Spieler und das Abenteuer kann weitergehen.

Slime Rancher (Foto: Steam)
Slime Rancher (Foto: Steam)

Das Gefährliche Rancher-Leben

Es gibt allerdings auch viele Gefahren. Manche der niedlichen Slimes sind nicht so freundlich wie sie aussehen, sie werden den Spieler angreifen und ihm Schaden zufügen. Sie können wie alle anderen Slimes einfach aufgesaugt werden, doch sollten dem Spieler die Lebenspunkte ausgehen, so wird er bewusstlos und verliert den gesamten Inhalt seines Vac-Packs.

Eine weitere Gefahr ist der Terr. Wenn ein Slime den Plort einer anderen Slime Spezies zu sich nimmt, verwandelt er sich in einen Largo-Slime, ein Hybrid beider Slime-Arten. Das ist besonders hilfreich für die Plort Produktion auf der Ranch, denn es erlaubt dem Spieler mehr Plorts auf weniger Raum zu fertigen. Sollte ein Largo-Slime jedoch den Plort einer dritten Slime-Art zu sich nehmen verwandelt er sich zu Terr. Terrs sind eine aggressive, schwarze Masse, die es auf Slimes abgesehen haben.

Wenn der Terr einen Slime erwischt, wird dieser ebenso in einen Terr verwandelt. Die Kettenreaktion kann schnell Überhand nehmen. Terrs haben es nicht nur auf Slimes abgesehen, sondern auch auf den Spieler. Sie werden versuchen ihn anzugreifen. Glücklicherweise haben Terrs eine Schwäche: Wasser. Sauge mit deinem Vac-Pack Wasser auf und schieße es auf die Terrs um sie aufzulösen.

Slime Rancher (Foto: Steam)
Slime Rancher (Foto: Steam)

Fazit

„Slime Rancher“ mag auf der Oberfläche einfach wie ein weiterer Farm-Simulator aussehen, aber es ist viel mehr als das. Der Fokus des Spiels liegt nicht auf dem stumpfen Anbauen und Verkaufen von Obst und Gemüse. Der Spieler muss die Vorlieben und Gefahren seiner Slimes kennen, um eine erfolgreiche Plort Produktion zu errichten. Darüber hinaus, fordert das Spiel den Spieler mit dem Plort-Markt auf, aktiv darüber nachzudenken, wann und wie er die Früchte seiner Arbeit am besten verkauft.

Das Spiel bleibt auch außerhalb der Plort Produktion erfrischend. Der Spieler hat eine weite und aufregende Welt voller Geheimnisse, die er erkunden kann. Die vielen Slimes sorgen dafür, dass jedes neue Gebiet dem Spieler ein belohnendes Gefühl gibt, denn nun kann er seine Ranch mit einem neuen, heiteren Slime ausbauen.

Trotz des simplen Prinzips, ist die bunte Welt von „Slime Rancher“ fesselnd und lässt einen kaum wieder aufhören, denn jeder verkaufter Plort bringt dich deinem Ziel zur perfekten Ranch ein Stück näher.


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Otis Reinhardt

Otis Reinhardt ist freier Mitarbeiter bei Tonspion und betreut unter anderem unsere Games-Rubrik.