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Die Alben des Monats: Januar 2026

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen. Am Ende entstehen daraus unsere Alben des Jahres. Hier unsere Jury-Charts für die besten Alben im Januar!

Die Alben des Monats Januar 2026

Unsere Jury besteht aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Tonspion Redaktion sowie freien Musikjournalisten. Hier die zehn Alben, die unserer Fachjury diesen Monat am besten gefallen haben.

1. PVA – No More Like This

Mit seinem zweiten Album No More Like This” zieht uns das Londoner Trio PVA in die schummrigen Club-Ecken, durchzuckt von Strobo und durchlebt mit Synthpop zwischen Minimal Electro und maximalem Post-Punk-Grummeln.

2. Dry Cleaning – Secret Love

Trotz ihres eigenwilligen Musikstils sind Dry Cleaning aus London längst kein Geheimtipp mehr: Mit Spoken Words und No-Wave-Anleihen zieht das Quartett uns in einen hypnotischen Sog aus Dreampop-Flächen und Folk-Kraut-Vibes. Als würde Laurie Anderson mit den frühen Pixies im Keller proben.

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3. Sault – Chapter 1

Nostalgischer Indie-Soul, der das Spirituelle erkundet: Sault wandeln auf „Chapter 1“ zwischen Motown und Minimalismus und vermengen Funk, Blues und R&B zu einem emotionalen wie experimentalen Rausch.

4. Sleaford Mods – The Demise Of Planet X

Der Wahnsinn der Welt auf einem Album musikalisch aufgesplittert. Sleaford Mods zerlegen einmal mehr mit ihrem Slacker-Rap-Electro-Pop auf „The Demise Of Planet X“ alle Irrsinnigkeiten auf diesem Planeten.

5. Die Sterne – Wenn es Liebe ist

Man ist wieder sofort schockverliebt in diese treibenden und tanzenden Melodien, die Die Sterne so mühelos aus dem Ärmel schütteln: Auf „Wenn es Liebe ist“ leuchten die Hamburger diesmal mit verspieltem Krautrock und drängendem Post-Punk.

6. Melody’s Echo Chamber – Unclouded

Bereits im Dezember 2025 erschienen, aber einfach zu zauberhaft, um “zwischen den Jahren” in den Rankings verloren zu gehen, denn: Melody’s Echo Chamber locken uns auf ihrem Album „Unclouded“ mit der kunstvollen Mischung aus Psych-Pop und Dream-Pop in eine enigmatische und ätherische Soundwelt.

7. A$AP Rocky – Don’t Be Dumb

Acht Jahre mussten die Fans auf ein neues Album warten: Nun wirft Hip-Hop-Star A$AP Rocky mit „Don’t Be Dumb” ein genre-sprengendes Werk in den Ring, das ziemlichen Spaß macht anzuhören. Und auch zum Schauen, denn im Clip zum Ohrwurm „Punk Rocky“ sehen wir neben Bass-Wizzard Thundercat auch Komponist Danny Elfman Drums spielen und Winona Ryder als coole Nachbarin.

8. Teed – Always With Me



Und noch ein Album vom letzten Monat des letzten Jahres: Teed (fka Totally Enormous Extinct Dinosaurs) aus Los Angeles lassen uns auf „Always With Me” in einen elektronischen Traum abtauchen, der irgendwo zwischen Yacht Rock, Synthsounds und Dreampop segelt.

9. Yumi Zouma – No Love Lost To Kindness

Nuanciert schimmernder Indie-Dreampop aus Neuseeland: Yumi Zouma veröffentlichen mit “No Love Lost To Kindness” ihr fünftes Album, das ihren spezifischen durchscheinenden Sound weiter kristallisiert und konkretisiert.

10. Imarhan – Essam

Algerischer Alternative zwischen Desert Blues und Electronica: Imarhan haben auf ihrem Album „Essam“ psychedelische und groovige Tracks versammelt, die melancholisch und bluesig sind – und sehr viel Sehnsucht in sich tragen.

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Nicht in die Top Ten haben es diese zwei Schwergewichte der Musiklandschaft geschafft:

Robbie Williams – Britpop

Obwohl er mit seinem neuen 16. Album einen britischen Charts-Rekord aufgestellt hat und damit sogar die Beatles überflügelt, kann „Britpop“ nicht so recht überzeugen: Die charmante, aber dann doch zu harmlose Reise in die Jugend von Robbie Williams ist eine Hommage an seine Lieblingsmusiker wie Oasis, Pulp und auch Morrissey (der dann am 06. März ein neues Album veröffentlicht).

Louis Tomlinson – How Did I Get Here?

Und noch ein ehemaliger Boy-Group-Star veröffentlicht im Januar ein neues Album: Nicht so berühmt wie sein Ex-Kollege Harry Styles (der wiederum am selben Tag wie Morrissey sein nächstes Album herausbringt), ist Louis Tomlinson ebenfalls auf „How Did I Get Here?“ ziemlich auf dem Britpop-Indie-Trip, ohne jedoch auch richtig den Mainstream zu verlassen.

Einzelwertungen der Tonspion Jury

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ACURKKCPCBSCTSFSCMDM
PVA3,5443,543,544,53,5
Dry Cleaning3,543,543,5343,54,54
Sault443,53433,54,54,53,5
Sleaford Mods43,53,534344,553
Die Sterne (D)3,54,53,533,54443,53
Melody’s Echo Chamber3,5443443,5343
A$AP Rocky433,53,5433443
Teed3,54334343,53
Yumi Zouma3,5343,53,53,533,53,5
Imarhan3,532,533,53,533,543,5
Robbie Williams3332,532,53232,5
Louis Tomlinson2,522,522,52,523,52

Tonspion Jury: Christoph Braun, Astrid Clave (AC), Sebastian Cleemann (SC), Kerstin Kratochwill (KK), Christoph Prenner (CP), Florian Schneider (FS), Satoru Teshima (ST), Udo Raaf (UR), Christina Mohr (CM), Dylan MacKenzie (DM).