Imagine: Die zehn besten Songs von John Lennon

Zeitlose Hymnen zwischen privat und politisch

Er wurde nur 40 Jahre alt und dennoch prägten seine Songs Generationen: Egal, ob mit den Beatles oder solo, John Lennons Lieder berühren wie kaum andere. Egal ob zornig politisch oder zärtlich emotional – hier kommen seine zehn besten Songs.

10. Gimme Some Truth (1971)

Immer noch aktuelle Tirade in Zeiten der Fake-News gegen Heuchler, Populisten und Manipulatoren in Politik und Medien: Wie heißt es so schön in diesem Song – "All i want is the truth / just give me some truth / I've had enough of watching scenes of schizophrenic - ego – centric - paranoic - prima – donnas".

9. Cold Turkey (1969)

Der Song entstand als Lennon und Ono sich einem "kalten Entzug" unterzogen, um vom Heroin loszukommen. Der Begriff "Cold Turkey" beschreibt ein Symptom während dieses Prozess, nämlich eine fröstelnde kalte Haut. So radikal ehrlich wie dieser Song ist, so transparent ist auch das Single-Cover: Die Vorderseite zeigt eine Röntgenaufnahme von John Lennons Kopf, die Rückseite zeigt eine Röntgenaufnahme von Yoko Ono.

8. #9 Dream (1974)

Oh und den Hashtag hat Lennon auch erfunden! "#9 Dream" ist ein psychedelischer Poptraum: Die Stimme, die mehrfach im Hintergrund "John" ruft, stammt von May Pang, Lennons damaliger Freundin.

7. Whatever Gets You Thru the Night (Feat. Elton John) (1974)

Die erste und einzige US-Nummer-Eins-Single von Lennon, der damit der letzte Beatle war (sogar Ringo Starr schaffte dies vor ihm), der die Spitze der Charts erklimmen konnte. Mit Hilfe von Elton Johns Pianospiel und Background-Gesang und leisem Anklang an den Hit "Rock You Baby" von George McCrae gelang das Projekt Nr. 1.

6. Give Peace A Chance (1969)

Während den legendären Bed-Ins aufgenommen und in illustrer Gesellschaft (Auch "LSD-Papst" Timothy Leary war dabei), ist dies die erste Solo-Single Lennons und ihm gelang damit gleich die Friedenshymne schlechthin.

5.  Woman (1980)

Ein Lied für die Frauen, denn ihm sei plötzlich klar geworden, wie viel diese für die Menschheit leisten: Lennon zeigt sich selbstkritisch und bereut früheres Macho-Verhalten. Andererseits ist dies natürlich auch das Lied für eine Frau: Yoko Ono. Das ziemlich Beatles-eske Stück wirkt im Nachhinein noch berührender, stammt es doch aus dem Jahr, in dem er erschossen wurde und es beginnt mit den geflüsterten Worten: "For the other half of the sky" ("Für die andere Hälfte des Himmels").

4. Happy Xmas (War Is Over) (1971)

Das Lied von Lennon und Yoko Ono ist einer der besten Weihnachtssongs aller Zeiten: Im Dezember 1971 veröffentlicht, basiert der Text auf dem Slogan einer Antikriegs-Kampagne und auch die im Song enthaltene Zeile "War is over, if you want it, war is over, now!" stammt daraus.

3. Instant Karma (1970)

An diesem Tag muss Lennons Karma wirklich geleuchtet haben, denn er sagt zu dem catchy Pop-Song: "Ich schrieb es zum Frühstück, nahm es zum Mittagessen auf und wir veröffentlichen es zum Abendessen".

2. Imagine (1971)

Das ikonischte Lied Lennons wurde zur Hymne für den Frieden und erzählt auf einer einnehmenden Melodie schwebend von banalen und doch so wahren Forderungen: Einer Gesellschaft, die frei von Nationalismus, Gier und Religionen sein sollte. You may say he’s a dreamer, but time has shown he’s not the only one.

1. Jealous Guy (1971)

Vom "Wall Of Sound"-Erfinder Phil Spector produziert und noch während Beatles-Zeiten von Lennon geschrieben, umfasst dieses umwerfend zärtliche und ehrliche Lied die gesamte Persönlichkeit Lennons und rührt auch heute noch zu Tränen.

Empfohlene Themen

John Lennon: Live in New York City

Eines der letzten Konzerte des Beatles-Stars

Zwischen der Beatles-Tour 1966 und seinem tragischen Tod 1980 gab John Lennon nur eines seiner letzten großen Konzerte in Amerika. Am 30. August 1972 spielte er zusammen mit seiner Frau Yoko Ono und der Plastic Ono Elephant's Memory Band unvergessliche Klassiker auf dem "One to One" - Benefitzkonzert im Madison Square Garden in New York.

Trailer: The Beatles: Eight Days A Week

Die Pilzköpfe kommen wieder ins Kino

Im September kommt die Doku "The Beatles: Eight Days A Week" in die deutschen Kinos. Schau dir hier den Trailer mit deutschen Untertiteln an.

Keith Richards: Die Beatles waren nie eine gute Liveband

Stones-Gitarrist lästert über ehemalige Kontrahenten

Die Karriere der Beatles war nur von kurzer Dauer, ganz anders als die der Rolling Stones, die auch im Rentenalter immer noch da sind. Keith Richards kennt den wahren Grund, warum die Beatles ab 1966 keine Konzerte mehr spielten: sie seien eine lausige Live-Band gewesen, so der Stones-Gitarrist.